"Das Restrisiko ist der Preis der Freiheit" - Till Mormann, KUKAKÖ und Siegmund Michalski, Eisleber Wiese
Shownotes
Die Amokfahrt von Magdeburg hinterlässt Spuren – nicht nur in den Nachrichten, sondern mitten im Alltag.
Besonders spürbar wird das dort, wo Menschen zusammenkommen: auf Weihnachtsmärkten, Volksfesten und bei Umzügen. In dieser Folge sprechen Stefan B. Westphal und Reiner Schweingel darüber, wie sich Großveranstaltungen seit dem Anschlag verändern – und was das für Organisatoren, Kommunen, Sicherheitsbehörden und Besucher bedeutet.
Zu Gast sind zwei Menschen, die in Sachsen-Anhalt für echte Publikumsmagneten stehen: Till Mormann von der 1. Köthener Karnevalsgesellschaft KUKAKÖ 1954 e.V., die den Rosenmontagszug in Köthen organisiert, und Siegmund Michalski, Marktmeister der Eisleber Wiese. Beide erzählen, wo sie waren, als sie von Magdeburg erfuhren – und warum danach nichts mehr „business as usual“ war.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie sieht Sicherheit aus, wenn sich die Bedrohungslage verschiebt? Wenn nicht nur an LKW-Sperren gedacht wird, sondern plötzlich auch Pkw oder SUV als Szenario eine Rolle spielen. Während in Eisleben das Tagesgeschäft weitergehen musste, wurde in Köthen in kürzester Zeit neu gerechnet, neu geplant, neu gesichert – inklusive massiver zusätzlicher Auflagen, die erst kurz vor dem Umzug auf den Tisch kamen. Es geht um Container- und Betonelemente, mobile Sperren, Personalbedarf, Kontrollpflichten, Fluchtwege – und die brutale Realität: Planbarkeit wird zum Problem, wenn Vorgaben zu spät kommen, die Zeit fehlt und am Ende Ehrenamtliche die Verantwortung schultern sollen. Um überambitionierte Ordnungsämter und nahezu unerfüllbare Vorgaben.
Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern um Grundsatzfragen: Wer ist wofür zuständig – Veranstalter oder Staat? Was ist „innere Sicherheit“ eines Festes und wo beginnt die Terrorabwehr als Hoheitsaufgabe? Und was passiert, wenn Sicherheitskosten explodieren? Denn klar ist: Wenn jede Auflage am Ende in der Kalkulation landet, drohen entweder absurde Preise („Bratwurst für 10 Euro“) oder die Absage – mit Folgen für Schausteller, Händler, Vereine, Tradition und Stadtleben.
Trotz allem: Beide Gäste zeigen, warum Aufgeben keine Option ist. Sie erzählen von Solidarität, Schulterschlüssen, spontaner Unterstützung durch Partner und Betriebe – und von dem Anspruch, Veranstaltungen nicht den „Irren da draußen“ zu überlassen. Am Ende bleibt ein nüchterner, aber wichtiger Satz: Absolute Sicherheit gibt es nicht – aber gute Vorbereitung, klare Zuständigkeiten und faire Finanzierung können entscheiden, ob Feste auch künftig stattfinden.
Eine Folge über Verantwortung, Freiheit, Brauchtum – und die Frage, wie Sachsen-Anhalt 2026 feiern will.
00:00:12 Einführung in den Podcast
00:01:57 Reaktionen auf den Anschlag
00:05:02 Sicherheit bei Großveranstaltungen
00:07:51 Sicherheitskonzepte und Änderungen
00:13:07 Herausforderungen für Veranstalter
00:18:26 Zusammenarbeit mit Behörden
00:22:08 Rückhalt der Sponsoren
00:25:39 Lehren aus der Situation
00:28:26 Finanzierung und Auflagen
00:32:40 Besucherreaktionen und Teilnahme
00:35:24 Änderungen im Umzug
00:39:25 Erwartungen an den Staat
00:43:27 Verantwortung der Veranstalter
00:47:58 Zukünftige Sicherheitsfragen
00:56:52 Abschluss und Ausblick
Transkript anzeigen
00:00:08: Die Ammer Quart von Magdeburg.
00:00:10: Sie hinterlässt Spuren in unser aller Alltag.
00:00:13: Insbesondere merken wir das bei Veranstaltungen.
00:00:16: Darüber wollen wir heute sprechen im Podcast drei Minuten Terror.
00:00:20: Mein Name ist Stefan B. Westfahl und ich bin nicht alleine.
00:00:24: Ja, mein Name ist Ronald Schweingel.
00:00:25: Hallo.
00:00:26: Wir haben uns zwei Gäste eingeladen, zwei Organisatoren der größten Veranstaltungen, die es in Sachsen-Anhalt mit gibt.
00:00:33: Das ist einmal Thilmohrmann von der ersten Köttner Karnevalsgesellschaften.
00:00:37: Er ist von der ersten Köttner Karnevalsgesellschaften.
00:00:38: Er ist von der ersten Köttner Karnevalsgesellschaften.
00:00:40: Er ist von der ersten Köttner Karnevalsgesellschaften.
00:00:42: Er ist von der ersten Köttner Karnevalsgesellschaften.
00:00:44: Er ist von der ersten
00:00:44: Köttner Karnevalsgesellschaften.
00:00:46: Er ist von der ersten Köttner Karnevalsgesellschaften.
00:00:47: Er ist von der ersten Köttner Karnevalsgesellschaften.
00:00:49: Er ist von der ersten Köttner Karnevalsgesellschaften.
00:00:51: Er ist von der ersten Köttner Karnevalsgesellschaften.
00:00:53: Er ist von der ersten Köttner Karnevalsgesellschaften.
00:00:55: Er ist von der ersten Köttner Karnevalsgesellschaften.
00:00:57: Er ist von der ersten Köttner Karnevalsgesellschaften.
00:00:58: Er ist von der ersten Köttner
00:00:59: Karnevalsgesellschaften.
00:01:00: Er ist von der ersten Köttner
00:01:01: Karne.
00:01:01: Kurzer Hinweis zur Transparenz.
00:01:03: Ich selbst bin Mitglied in der ersten Kötener Karnevalsgesellschaft und dort auch im Vorstand mit aktiv.
00:01:09: Aber das hat auf dem Podcast
00:01:11: ja heute
00:01:12: keine wirklichen Auswirkungen.
00:01:14: Daher erste Frage an euch beide.
00:01:16: Wo wart ihr denn, als ihr von dem Anschlag von Magdeburg erfahren habt?
00:01:21: Ja, ich war auf dem Weihnachtsmarkt in Eisleben, wo wir davon erfahren haben.
00:01:27: Ich meine die ersten hörbaren Informationen.
00:01:33: Und das schockiert einen natürlich aufs Bodenloster.
00:01:38: Also das ist schon eine schlimme Sache gewesen.
00:01:41: Habt ihr sofort irgendwie reagiert und gesagt, wir müssen ihn jetzt zumachen oder uns schützen?
00:01:45: Oder habt ihr erst einmal gesagt, alles läuft weiter?
00:01:48: Nein, nein, also ich meine jetzt.
00:01:50: So kam die Information noch nicht rüber.
00:01:52: Sie ging ja langsam los.
00:01:54: Da wusste man ja noch nicht, wie, was, welcher Umfänger.
00:01:57: Und jemand das erfahrene, der war ja unser Weihnachtsmarkt schon zu.
00:02:00: Also wir machen in der Woche zwanzig Uhr zu.
00:02:02: Ich glaube, das war Freitag, eine Freitag passiert.
00:02:06: Und da war schon die Schlossen, aber man saß dann, wie bei allen solchen Sachen, öfter September oder sonst, was dann vom Fernseher und hat fast minütlich mitbekommen, was da so passiert ist.
00:02:18: Und dann fängt man an zu grüfern, was machen wir ab morgen?
00:02:23: Tee, wie war's bei dir?
00:02:24: Also ich hab das abends in den Nachrichten gesehen und da, wie sie schon gesagt hat, war natürlich erstmal viel Chaos, keine wirklichen Nachrichten in dem Sinne mit klaren Erkenntnissen, logisch wie auch, wenn wir uns die Aufarbeitungszeit ansehen und ein ja nie da gewesenes Schreckenszenario in der Form ist das auch verständlich.
00:02:46: Wir haben tatsächlich als Vorstand uns bereits am nächsten Tag zusammen gesetzt und natürlich getroffen, um zu beraten, inwieweit das auch perspektivische Auswirkungen auf unseren Rosenmontagszug im Jahr twenty-fünf-zwanzig hat, weil die Anmerkfahrt war am zwanzigsten Dezember letzten Jahres und acht Tage zuvor hatten wir gerade unsere Sicherheitskonzepte mit über dreißig Affärseiten, mit allen Anlagen und so weiter dem Ordnungsamt überreicht, wo natürlich bei uns schon die Frage aufkommt, okay, Selbst wenn wir der Meinung sind, dass wir an verschiedenen Stellen ja optimalen Schutz bieten, ist es eine neue Bedrohungslage gewesen, die es in der Form zuvor nicht gab, weil sonst war es immer die vierzigtonne Wechselbrücke, die einem so vor Auge war, aber nicht ein klassischer PKW oder SUV oder irgendwas derartiges.
00:03:39: Du hast gerade schon gesagt, wie machen wir ab morgen weiter?
00:03:42: Wie war denn dann die Entscheidung für den nächsten Tag?
00:03:44: Die Nacht war relativ kurz dann.
00:03:47: Der erste Weg für mich ist es eigentlich ein Bürgermeister zu kontaktieren.
00:03:52: Und wie ist unsere Strategie?
00:03:54: So haben wir es dann auch gemacht.
00:03:55: Wir haben uns abgesprochen, wie es weitergeht.
00:03:58: Ich meine, grundlegend, ich meine, so traurig wie alles ist, wollen wir nicht zulassen, dass wir alles absagen.
00:04:05: Wir haben dann unser Weihnachtsmarkt fortgeführt.
00:04:08: Ich meine, wir waren ja schon auf einer sicheren Strecke unterwegs, mit unseren kleinen Marktplatz, zwanzig Ständen, der Ringsrund bebaut nach innen.
00:04:17: Also da lässt es solche Überfahrtmöglichkeiten ja nicht so viel zu.
00:04:24: Wir haben dann an dem Tag verzichtet auf Musik, aber wir haben die zwei Tage noch durchspielt.
00:04:29: Im Interesse der Händler, der Schausteller, die ja auch Unternehmen sind, die ihre Familien zu ernähren haben, ja mit diesen Veranstaltungen, und das haben wir ja wahrgenommen.
00:04:40: Natürlich hatten wir ein bisschen mehr Zeit dann für das, was weiter kommt, um zu betrachten, wie geben wir mit unserer zukünftigen Veranstaltung um, also spricht dann das nächste bei uns dann Frühlingswiese Ende April.
00:04:53: Da war bei Thø dann ein bisschen schon, wie ihr ja gesagt habt, mehr Alarm los, weil er schon Sicherheitskonzept abgegeben hat.
00:05:03: Hat denn dieser Anschlag eure persönliche Wahrnehmung von Großveranstaltungen verändert?
00:05:08: Oder ist das einfach das Risiko, was man auch als Veranstalter mit eingeht?
00:05:11: Also auf jeden Fall bei uns muss ich sagen, es ist näher gekommen.
00:05:17: Weil man immer so ein Stück weit auch denkt, naja okay, es war zwar in Deutschland dies oder jenes oder das, aber ich meine, Magdeburg, siebzig Kilometer weg, das ist schon, das nimmt man dann anders wahr, wie ich finde.
00:05:32: Ja, das ist dann hier passiert und man merkt ja auch im Nachgang und ich war ja dann glaube Anfang November, Anfang Februar beim Staatskanzlei, wo die erste Gespräche geführt wurden, ja, und Landesverwaltungsamt, nicht Staatskanzlei mit den Ordnungsämtern, die erste Gespräche geführt wurden, wie geht es denn weiter?
00:05:56: Wie ist der Fokus?
00:05:58: Wie richten wir unsere Veranstaltungen aus?
00:06:00: Wir haben ja sehr gute Veranstaltungen im Land.
00:06:03: Und wir wollen ja wirklich nicht.
00:06:04: Und das ist ja die Prämisse für einen Veranstalter, nehmt der Sicherheit, dass die Veranstaltungen abgesagt werden.
00:06:11: Und wir wollen auch nicht, dass eine Bratwurst zehn Euro kostet.
00:06:14: Also das muss man alles vernünftig und da in Hut bringen.
00:06:17: Und das braucht manchmal Zeit, die Till nicht hatte.
00:06:20: Ja, Till, der Anschlag der vier mitten in die Vorbereitungszeit des Karnevals.
00:06:24: Auch mit dem Rosenbundtagsumzug als Höhepunkt sicherlich bei euch in der Vereinsarbeit und in der Stadt und der Region.
00:06:30: Nach dem Anstatt, was war denn so das erste, was ihr gesagt habt?
00:06:34: Das wollen wir ändern.
00:06:35: Darauf müssen wir ganz speziell achten in Punktusicherheit.
00:06:39: Wir haben natürlich auf jeden Fall aus unserer Veranstalter Brille versucht, dieses Szenario Magdeburg in irgendeiner Form zu analysieren.
00:06:49: Dabei sind uns natürlich auch zahlreiche Fragen gekommen.
00:06:53: Wie konnte das in das passieren?
00:06:55: Wer nachher die Schuldfrage letztendlich zu tragen hat, in vollem Umfang oder zu teilen, wer sich das reinteilt, das entscheiden nicht wir.
00:07:03: Letztendlich haben wir uns natürlich trotzdem gefragt, wie das passieren können, dass wir so eine breite Straße letztendlich so einen breiten Weg erzeugt, wo der Täter dann auch durchkommen konnte.
00:07:13: Das ist bei uns ein Stück weit anders, schlichtweg von der Organisation des Zuges her.
00:07:19: Nichtsdestotrotz haben wir uns angeguckt, unter der neuen Bedrohungslage SUV, wo gibt es Punkte, die wir optimieren können.
00:07:27: Demzufolge hatten wir zum Beispiel über Containerlösungen nachgedacht noch im alten Jahr und hatten auf jeden Fall den festen Plan zu sagen, wir müssen uns dringend mit der Polizei zusammensetzen, in erster Linie und natürlich auch mit dem Ordnungsamt.
00:07:45: Dem sind wir auch nachgekommen.
00:07:46: Wir haben bereits im alten Jahr noch einen Termin ausgemacht für den achten Januar damals, zusammen mit der Polizei.
00:07:52: Der Ordnungsamtleiter der Stadt Köthen wurde am zweiten Ersten neu besetzt.
00:07:58: Den haben wir gleich am folgetag noch dazu geholt, sodass wir am achten Ersten so eine erste, ich sag mal, kleinere Beratung zu dem Thema machen konnten.
00:08:08: um erstmal die ersten Schritte zu besprechen, was gibt's an Punkten, die der jeweils andere sehen könnte, wo wir nochmal nachschärfen wollen, unabhängig davon, dass wir natürlich auch, ja, wie das das öfteren so ist, bei, ohne das in irgendeiner Form klein zu reden oder sonst irgendwas, natürlich ist immer die Problemstellung auch da, dass ein gehöriger Aktionismus entsteht und wir können nicht alles... sichern, weil letztendlich ist das Restrisiko der Preis der Freiheit und, wie sie es schon gesagt hat, das oberste Credo, das wir haben sollten, ist schlicht weg, dass wir Veranstaltungen nicht dem unterordnen müssen, insofern, dass wir sagen, wir müssen sehr einstampfen, weil dann haben diese Irren da draußen gewonnen, deren Ziel genau das ist.
00:09:02: Absolut so nachvollziehbar, ganz klar, aber auch für Magdeburg kann man ja sagen, auch da gab es ja ein Sicherheitskonzept, und auch da hat sich eigentlich niemand vorstellen können, dass so eine schreckliche Tat passiert, auch aufgrund der Vorgehensweise des Zeders.
00:09:16: Wie ist das bei euch?
00:09:17: Eisleber Wiese, Weihnachtsmarkt in Eisle im andere Veranstaltung.
00:09:22: Gab es da für euch jetzt so vielleicht auch ein Art Aha-Moment, wo ihr sagt, also das haben wir so eigentlich noch nie gesehen, was vielleicht möglich war?
00:09:30: Hinsicht der Sicherheitskonzepte, obwohl man das vielleicht über Jahre und Jahrzehnte ja schon vorbereitet hatte und erfahrungsgesammelt hat.
00:09:37: Also Sicherheitskonzepte an sich sind ja aufgekommen nach Duisburg, wo das dort passiert ist.
00:09:42: Obwohl wir als Veranstalter diese, was Sicherheitskonzept beinhaltet, schon immer hatten, nur nicht in dieser kompakten Form.
00:09:53: Natürlich, jetzt sagt er, dreißig Seiten vollumfassend beschrieben und Handlungsschritte aufgezeigt werden, wo Handlungsschritte aufgezeigt werden.
00:10:03: Das hatten wir ja schon immer, aber mit jedem.
00:10:06: Und jeder Veranstaltung machten sich neue Blickpunkte auf die Analysen.
00:10:11: Also das Wichtigste für uns immer einer Veranstaltungsorganisation ist die Nachbetrachtung der Vorhergehenden.
00:10:17: Und dann kommt natürlich Schadensanalysen dazu.
00:10:21: Schadensfälle wie in Magdeburg, also wo wir dann ganz anders hingucken als noch vor Duisburg oder noch vor ein Jahr.
00:10:30: Und dann stauen sie manchmal selber, okay, da hat man so nicht hingeguckt.
00:10:37: Und deshalb gibt es auch heutzutage auch viele Streitpunkte auch mit Politik, wo man zu Sachen bekommt.
00:10:44: Das war doch schon immer so.
00:10:47: nie so genau hingeguckt wie heutzutage.
00:10:50: Das war
00:10:50: für euch so die wichtigste Erkenntnis oder die wichtigste Änderung, meinetwegen bei der Wiese, wo ihr sagt, dass...
00:10:54: Also für mich ist hier in Magdeburg, ich kenne keinen Störfall in Deutschland oder auf der Welt, wo man einen Anschlag auf eine Veranstaltung ausübt und hat Sperrelemente umgefahren.
00:11:11: Man hat sich immer Lücken gesucht und dort ist eine entstanden.
00:11:17: Das ist für uns so eine Geschichte.
00:11:20: Heutzutage, wenn man sich auf Aufforschutz konzentriert, was man heutzutage auch muss, unter anderem.
00:11:27: Das ist ja nur ein Teil einer Veranstaltungsorganisation oder Sicherheitskonzept.
00:11:32: Da muss man dem großen Augenmerk zuordnen, dass man keine Lücken lässt.
00:11:40: Und das ist ja dann so weit führt, nicht nur ... Hinstellen von Bedongelementen.
00:11:46: Sie müssen das regelmäßig kontrollieren, dass sie nicht manipuliert werden können.
00:11:52: Oder dass jemand mal verjesst.
00:11:54: Ich meine, es geht so schnell, dass das Schausteller oder Veranstalter, aber auch die Polizei oder die Rettungskräfte dann wegfahren.
00:12:02: Wenn so Rettung, da denken die nicht, da wird er was hinzustellen.
00:12:06: Oder wenn man mit Fahrzeugen arbeitet, dass ich mich auch darauf verlassen kann.
00:12:10: Also wir zum Beispiel.
00:12:12: Sachen uns auch, also mit einem Eisleberwiesenmarkt, als so das Flaggschiff der Lutterstadt Eisleben, haben eine hohe Verantwortung auch zur Gesellschaft gegenüber.
00:12:22: Man ist irgendwo auch im Fokus als Vorbild.
00:12:26: Und ich sage mal, greifen natürlich alle Elemente, die uns zur Verfügung steht, bei einer Veranstaltungsorganisation wie gefahren.
00:12:36: Ermittlung, dass ja, also ich meine Terror ist nur Arbeitsaufgabe der Stadt, da möchte ich schon die Polizei, die Ordnungsämter mir sagen, auf was sollen wir uns konzentrieren?
00:12:47: Sie kriegen natürlich nicht gesagt.
00:12:49: X, Y hatte was vor.
00:12:51: Aber mit der Lage jetzt Magdeburg, da ist natürlich Sachsen-Anhalt und alle Veranstaltungen besonders im Fokus.
00:12:58: Und das alles unter einen Hut zu kriegen.
00:13:00: Also das ist schon eine Herausforderung.
00:13:04: Und das vor allem, ich sage mal, zu bezahlbaren Elementen.
00:13:09: Ja, ich meine, wir müssen uns sicherlich in Eisleben mit der Frühlingswiese, das ist ja auch eine große Veranstaltung, wie sie jetzt nicht so die Sorgen machen, wie vielleicht kleine Veranstalter, die dann sagen, also, nee, also, wir können das nicht schultern, wir können das nicht finanzieren, wo man sich wirklich Gedanken machen muss, dass es auch alles bezahlbar bleibt.
00:13:32: Heute daran vermisse ich ein bisschen.
00:13:35: Ich sage mal, nicht nur die Auflager, sondern auch Leute, wir unterstützen euch, wir finanzieren mit.
00:13:42: Wenn Sie wirklich alles in die Kalkulation der Veranstaltung nehmen, dann dauert es wirklich nicht lange, dass ein Bratwurst zehn Euro kostet.
00:13:49: Und das ist so etwas, wie je nix von der Veranstaltung irgendwo, ich meine, wir reden hier, wie das größte Volksfest in Mitteldeutschland ist, ist es noch ein Volksfest, wenn ich ein Bratwurst zehn Euro nehmen muss.
00:14:01: und so weiter.
00:14:02: Das wollen wir vermeiden, aber Sicherheit steht an oberster Stelle.
00:14:06: Wir haben gleich auch im Januar angefangen für die Frühlingswiese mit unseren Behörden, die ich vorhin schon erwähnt habe.
00:14:13: Ja, und dann wird alles niedrig geschrieben und alles realisiert und versucht vernünftig zu realisieren.
00:14:19: Wie ist es denn bei dem Rosenbrunters Umzug?
00:14:23: Über Fahrschutz ist die eine Sache.
00:14:24: bei einer stationären Veranstaltung wahrscheinlich schon eine sehr große Herausforderung, aber einer, die sich bewegt, wo Tausende Menschen am Rande stehen, wo ja auch auf dem rosen Montagsumzug selber ja Autos in Lkws unterwegs sind.
00:14:37: Wie kriegt man das denn geregelt?
00:14:39: Dann muss man grundsätzlich erstmal differenzieren.
00:14:42: Der Zug selber hat natürlich eine Zugordnung.
00:14:44: Darin beschrieben sind sowohl die Leute, die parallel zu den Fahrzeugen laufen und genau dafür zuständig sind, dass dort keine Personen in irgendeiner Form unterhalb der Fahrzeuge landen aufgrund von Oh, da liegt noch ein Bombenbogen.
00:15:01: Das brauche ich unbedingt demessen an den diversen Tonnen, die dort von den Wagen geworfen werden, natürlich immer eine von Hause aus fragliche Situation.
00:15:13: Das, was uns ein Punkt o Sperrmaßnahmen, ja, ich muss sagen, heimgeholt hat.
00:15:19: in diesem Jahr ist eine ganz andere Thematik gewesen.
00:15:22: Hat auch damit zu tun, dass, ich habe es für ihn mal als Aktionismus bezeichnet, Reiner, wenn du dir anguckst, wie das bei uns dieses Jahr ablief, wir hatten, hatte ich schon mal erwähnt, am achten ersten, am achten Januar dieses Gespräch, zusammen mit der Polizei, einem Ordnungsamt, Leiter jeweils.
00:15:41: Und da wurde es als Aufgabe mitgenommen, zu gucken, okay, gibt es Neuralgespunkte, wo wir sagen, da wollen wir nochmal nachschärfen.
00:15:49: Sprich, da wollen wir eine Containerlösung integrieren.
00:15:51: Damals haben wir uns noch darüber unterhalten, zu sagen, okay, Was muss diese Containerlösung für Anforderungen haben?
00:16:01: Eine Containerlösung bei uns war, dass man sagt, zum Beispiel man stellt innerhalb einer Straße ein Container auf.
00:16:09: Da die grundsätzliche Frage, wie groß muss der sein?
00:16:11: Wie muss der beschaffen sein?
00:16:12: Was gibt es für ansonsten für Anforderungen tennagentechnisch?
00:16:17: In der Sinne von, muss der befüllt sein, rechten Leergewicht?
00:16:20: ist es einfacher zu sagen, man nimmt zwei Lehre ineinander, anstatt ein mit Materialien zu füllen, die auch wieder transportiert werden müssen.
00:16:29: So, soweit so gut.
00:16:32: Ende Januar bekamen wir dann die Information, okay, die Polizei hat drei neuragische Punkte gefunden, wo man solche Lösungen nochmal nachschaffen will.
00:16:42: Und von da an war für uns alles gut.
00:16:45: Bis zehn Tage vor dem morosen Montag.
00:16:49: Ende Februar, wo wir von einem Tag zum nächsten ins Ordnungsamt gebeten wäre.
00:16:56: zu wenig gesagt, wenn wir mehr oder weniger zitiert worden sind, was bei uns insofern immer ein bisschen problematisch ist, weil wir sind ein ehrenamtlicher Verein und auch der Vorstand bei uns besteht aus ehrenamtlichen, sowohl welcher Angestelltenverhältnis als auch Selbstständige.
00:17:12: Die Selbstständigen verdienen in der Zwischenzeit kein Geld und die Angestellten müssen ihren jeweiligen Chef natürlich auch um Urlaub, sonstiges Fragen, um diese Zeiträume zu ermöglichen.
00:17:24: Nichtsdestotrotz haben wir das getan, sind dann ins Ordnungsamt, hatten dort einen Termin mit insgesamt fünf, zwanzig Personen von unserer Security-Firma, mit der wir zusammenarbeiten, was die personelle Security-Absicherung angeht im Festgelände, aber auch über die Polizei, das DHK, Feuerwehr und so weiter.
00:17:46: die diversen Mitarbeiter des Ordnungsamtes und bis hin zum Polizeidirektor, also im Polizeirevierleiter unserer Polizei in Anhalt-Bitterfeld.
00:17:57: Und das, was uns dort insofern widerfahren ist, ist ein Stück weit einzigartig im Verhältnis zu dem, was nachher tatsächlich umgesetzt worden ist an anderen Punkten, gerade für diese spezifische Thematik Züge, Karnevalszüge.
00:18:13: Da sind wir nicht der Einzige bei uns im Land, der das macht und der das veranstaltet.
00:18:19: Klar, wir sind der Größe mit der Größe, je nachdem, wie das von Jahr zu Jahr fällt.
00:18:26: Danach kommt sicherlich Halle, aber es gibt auch diverse weitere kleinere Vereine, Ortschaften, in denen es Rosenmontag-Züge gibt, unabhängig davon, ob direkt am Rosenmontag oder Tagete vor.
00:18:41: Samstag und Sonntag.
00:18:43: Und da haben wir verschiedenste Sachen, die uns dort als notwendig präsentiert worden sind, bei diesen Terminen, im Nachhinein überhaupt nicht feststellen können.
00:18:51: Ja, während wir noch vorher über dreimal reigische Punkte gesprochen hatten mit der Polizei, alles Safer von beiden Seiten wurde uns dort dann präsentiert, zehn Tage vorm Fest sozusagen.
00:19:04: Wir haben einundvierzig Zufahrtstraßen zu sichern.
00:19:08: Insgesamt Nachdem wir das aus Veranstalterbrille nochmal nachgeschärft betrachtet haben, sind aus den einvierzig Zufahrtstraßen insgesamt Hundertvierzig Tu-Wegungen gewonnen.
00:19:22: Und die insofern mobil als auch fest mit festen Sperren zu sichern, das ist eine enorme Hausnummer gewesen.
00:19:32: So und letztendlich innerhalb von zehn Tagen.
00:19:37: Die Unterstützung seitens der Stadtküten war, dass man gesagt hat, okay, wir versuchen, was bei uns im Fahrzeugstand und so weiter ist, entsprechend als mobile Sperren zu nehmen.
00:19:48: Natürlich hat die Stadtküten jetzt keinen Vorpark mit achtzig Fahrzeugen, wo man sagen könnte, ja, die Hälfte reicht ja, sodass wir letztendlich thirty-fünf mobile Sperren organisieren mussten und fest zu Sperren über hundert Stück.
00:20:07: Ja, und da haben wir nicht nur Containerlösungen uns auch gefasst, sondern auch natürlich Betonelemente.
00:20:13: Wir haben ja über die diversen möglichen Betonelemente gesprochen, je nachdem, welche Größenordnung, Tonagen etc.
00:20:24: und die komplette Logistik etc.
00:20:26: die zu bewegen.
00:20:27: Das war natürlich nochmal eine eigene Hausnummer.
00:20:30: und letztendlich mobile Sperren sind das, was es schwierigsten macht, weil die natürlich acht Stunden lang an dem Tag besetzt sein müssen, weil ein Fahrzeug ohne jemanden, der da drinnen sitzt und im Notfall für Rettung, Sanitätskräfte, sonst irgendwas, das Fahrzeug nicht wegfahren kann, dann ist es keine mobile, sondern eine feste Sperre.
00:20:50: War denn für euch, du hast schon gesagt, ihr macht das alles ehrenamtlich?
00:20:54: Das ist sozusagen auch in normalen Zeiten sehr schön ein Wahnsinnsaufwand, eine Riesenlogistik für alle Beteiligten.
00:21:00: Jetzt kam das noch oben drauf.
00:21:02: Gab es für euch dann schon mal einen Punkt, wo ihr sagt, bis hierher auch nicht weiter, wir werfen es hin?
00:21:08: Daher, dass wir der Veranstalter sind und es nicht wie in anderen Städten mitunter die Stadt ist, wo wir uns glaube ich nicht drüber unterhalten müssen, dass das vermutlich in der Kürze der Zeit nicht hätte geschüttert werden können.
00:21:21: Wir haben gesagt, wir haben den festen Ansatz, dass wir dieses Fest durchziehen wollen, können wir was da wolle.
00:21:28: Wir hatten innerhalb von kurzer Zeit den Rückhalt verschiedener Sponsoren, auch konkurrierender Gewerbe und Entsorgungsbetriebe zum Beispiel, auch außerhalb unserer Sponsorenpolizei, die gesagt haben, okay, für Köten, für euch, das kriegen wir hin.
00:21:45: Also das ist die Stadt nochmal so ein bisschen zusammengeschweißt, alle Partner.
00:21:48: Alle Partner, mit denen wir zusammengearbeitet haben, das war also einer unserer Sponsoren, hat es als der Schulterschluss die Ehre der Entsorger betrachtet.
00:21:59: Und auch, wie gesagt, konkurrierende Firmen zusammengeholt zu sagen, okay, alles, was wir an Fahrzeugtechnik brauchen an dem Tag, alles, was gegebenenfalls an Containern gebraucht wird.
00:22:08: Und das ist jetzt notwendig, das machen wir, weil den Zug abzusagen.
00:22:12: Und da kommen wir wieder an den Punkt, wir haben nicht vor, die Irren gewinnen zu lassen.
00:22:18: Und mal abgesehen davon der finanziellen und wirtschaftliche Schaden, weil auch Karneval ist letztendlich natürlich auch ein Geschäft.
00:22:26: Wenn man sich anguckt, die Millionenbeträge, die in Köln jedes Jahr verdienen, gewälzt werden, ist es noch eine andere Hausnummer als bei uns.
00:22:34: Aber wir hatten schon den Anspruch all den Vereinen.
00:22:38: Wir haben teilweise Vereine, die kommen aus der Altmark.
00:22:41: Es gibt einen Verein, der kommt aus Ergnarana-Woltersdorf.
00:22:44: Das ist hinter Berlin.
00:22:46: Die müssen für den Tag, wenn die mit so viel Leuten anreisen, ein Reisebus mieten, dann Fahrzeugtechnik kommt hier runter, wenn die einen entsprechenden Festwagen haben.
00:22:55: Dafür bezahlen die im Zweifel des Jahres über Versicherungen und nicht nur an dem Tag.
00:23:00: Das heißt, das was dort an Kosten zusammenläuft, das ist eine Hausnummer, die übersteigt das, was nachher die Sperren an sich kostet, mit dreißigtausend Euro.
00:23:10: Und da auch nochmal der Dank an alle Firmen, die sich daran beteiligt haben, die wir nicht bezahlen mussten.
00:23:16: Weil ansonsten wäre es wahrscheinlich sehr, sehr, sehr schwierig gewesen, das überhaupt durchsitzen zu können.
00:23:23: Ja.
00:23:23: Und sollte es in Sachsen-Anhalt doch noch jemanden geben, der sagt, ich weiß gar nicht, was am Rosenmontag in Költen los ist.
00:23:29: Für den haben wir jetzt an dieser Stelle noch ein paar Bilder.
00:23:58: Ja, singe ich vielleicht einen Blick in deine Richtung nochmal.
00:24:01: Wie sagt das ein, dass das Ernst dann uns übersteigt, aber auch sozusagen, wenn es städtisch schon in einer Gesellschaft organisiert werden muss.
00:24:06: In der Stadt Eisley hat auch andere Aufgaben als solche wahnsinnigen großen Sicherheitsauflagen zu erfüllen.
00:24:12: Was ist denn so für euch die Lehre vielleicht daraus, wo ihr sagt, also das wollen wir bei den nächsten Großveranstaltungen von Vorne herein schon einplanen und sortieren?
00:24:25: Naja, ich meine, durch die Eisley-Berweise gibt es und so, wie wir jetzt sehen, als kommunales Unternehmen.
00:24:31: Ja, als Eigenbetrieb, das sich v.a.
00:24:33: selber finanziert.
00:24:34: Also die Stadt trägt dort keine Last, die ist da.
00:24:37: Und was ist heute bedeutet?
00:24:39: Wird das
00:24:39: auch im kommenden Jahr so sein mit den hohen Sicherheitsauflagen und Kosten?
00:24:42: Ich denke schon, ich denke schon.
00:24:44: Also ich sage mal, das ist sicherlich auch ein großer Vorteil für eine Kommune heute da, also dass sie ihre Veranstaltung selber finanzieren kann.
00:24:53: Ja, ich meine, das ist, habe ich vorhin schon gesagt, der Visa und der Frühlings Visa geschuldet, ja, die anderen Veranstaltungen profitieren davon.
00:25:02: Aber was soll ich Ihnen jetzt noch im Detail sagen, was nächstes Jahr?
00:25:06: Ich meine, letzten Endes will ich vielleicht nochmal den Schwenk machen, was dir gesagt hat.
00:25:11: Die Solidarität dort macht ja deutlich, ja, was Verlehmensqualität dort auch mitwirkt, ja, und da wird ja damit auch, ich sage mal, fokussiert und signalisiert, was die Leute, die Menschen, die Bürger dort möchten.
00:25:28: Also sie stehen ja voll hinter ihrer Veranstaltung.
00:25:31: Ich glaube, nichts Schlimmeres gibt es als, wenn sie das nicht finanziert, die Gericht hätten abzusachen.
00:25:36: Das kann sich glaube ich gar keiner vorstellen.
00:25:38: Und bei uns ist es ja ähnlich.
00:25:40: Also eine Absache ist keine Option.
00:25:42: Also sie müssen Wege, Mittel und Möglichkeiten finden, wenn sie das alles über ein Hut kriegen.
00:25:49: Und wie Töö schon richtigerweise gesagt hat, natürlich sage ich, also wir sorgen schon bei unserer Veranstaltung für eine hohe Sicherheit.
00:25:56: Aber wir, ich sage mal, wenn sie es im Prozent haben wollen, sage ich ihnen, wir können aber nur achtzig Prozent liefern.
00:26:01: Das ist so.
00:26:02: Das muss jeder... verinnerlichen.
00:26:04: Das ist aber auch im täglichen Leben genauso, wenn sie an der Haltestelle stehen oder in der Boulevard, in Leipzig, mitten im Boulevard, das sind teilweise manchmal, sag ich mal jetzt so, scherzhaft, mehr Leute unterwegs als auf unserem Weihnachtsmarkt, auf unserem kleinen feinen Weihnachtsmarkt.
00:26:19: Das soll keine Abwertung sein, aber das ist ganz einfach so.
00:26:22: Aber Veranstaltungen bringen ja sowas mit sich, dass man im Fokus gerät und kommt und darf.
00:26:29: Für tun wir alles, dass wir bei uns eine hohe Sicherheit haben.
00:26:32: Und dafür nützen wir auch Sianseger.
00:26:35: Man fragt euch beide vielleicht.
00:26:38: Ich bin kein Veranstalter, aber nach meinem Verständnis heraus würde ich sagen, wenn jemand einen Umzug veranstaltet, eine Eisüberwiese, dann ist der Veranstalter verantwortlich für die Sicherheit auf dem Fest.
00:26:48: Also was von innen herein wirkt.
00:26:52: Aber nicht darauf, was dann außen auf die Veranstaltung wirkt.
00:26:54: Das ist auch der große Streitpunkt.
00:26:56: den es aktuell mit dem Magdeburger Weihnachtsmarkt und anderen Weihnachtsmärkten gibt.
00:27:01: Also quasi die sogenannte Terrorgefahr für die ja eigentlich der Staat und der Bund verantwortlich ist.
00:27:05: Wie sieht ihr das als Veranstalter?
00:27:08: Und wo könnte es da vielleicht auch ein Kompromiss geben, hinsichtlich Kosten, Organisationen und Umsetzung?
00:27:12: Als
00:27:13: kommunales Unternehmen, also hundert Prozent gehört dieses Unternehmen der Stadt Eislehm und Stadt ist Staat.
00:27:21: So wird sich kommuniziert von Berlin, nach Magdeburg, über Landkreis, nach Eisleben.
00:27:28: Also, ich sage mal, Stadt ist ja Stadt.
00:27:30: Das ist man ein bisschen innerzwickmühler.
00:27:33: Ich meine, ich glaube, unser Bürgermeister und unsere Stadt hat sehr viel Verständnis für das, was wir da tun und was wir benötigen oder nicht tun.
00:27:42: Es gab auch schon Teilfinanzierung auch von der Stadt, wo wir vielleicht noch nicht so situiert waren mit gewissen Elementen, die man dann dazu gekauft hat oder sonst da gleichen.
00:27:53: Also wir sind ja schon auf einem gemeinsamen Nenner, aber sie haben Recht.
00:27:59: Das ist ja, TV ist ein Gefahr von außen.
00:28:02: Dafür bin ich eigentlich nicht zuständig.
00:28:04: Aber ich sage es Ihnen, also Besucher und Bürger, wir die Diskussion ja nicht hören.
00:28:10: Da sagt sich, sie müsste sich schon einig werden.
00:28:14: Und deshalb vermisse ich es manchmal nicht nur, also nehme den Auflagen, die man so bekommt, sondern auch gleich ein Wort zur Finanzierung.
00:28:21: Wäre nicht schlecht, damit man das von der Veranstaltungs-Kalkulation rausbekommt.
00:28:26: Weil das kriegen sie nicht rein, kalkuliert.
00:28:28: Da müssen sie andere Mittel und Wege finden.
00:28:31: Bei uns in der Lutterstadt-Eisle finden wir Wege, um das entsprechend zu bepreisen oder darzustellen.
00:28:38: Und ich kann noch sagen, wir haben nach Corona Also ich glaube, ich habe guten Werte für in Deutschland sich entwickelnden Preisen von Standgebühren, Standgelder, also das sind wir sehr moderat hier blieben, weil wir eben gute Wege gefunden haben.
00:28:54: Also wenn ich zum Beispiel Sachen investiere, ja, und wie so eine Betonblöcke oder sowas, ja.
00:29:01: Ich kann die über zehn Jahre abschreiben, habe ich pro Veranstaltung schon eine ganz andere Finanzierungsgröße, als wenn ich sie mir anmiete.
00:29:09: Und heute da wissen, glaube ich, alle selber, wenn sie anmieten, da gibt es so eine monopolistischen Dorstellung und so monopolistisch, wie sie sind, so sind auch die Preise.
00:29:18: Also versucht man sich da selber, was zu machen.
00:29:24: Aber wie man mitbekommen hat hier in Sachsen-Anhalt, haben schon mehrere Investierer, Zerbsthalle in die Wisse, die kann man sich ja auch ausleihen.
00:29:31: Also so langsam, was so eine Veranstaltungstechnik anbelangt, werden die Wege breitfächiger und mit der Breitfächigkeit dickert sich auch der Preis ein bisschen anders und miterrat.
00:29:42: Aber letztendlich noch einmal auf das Terror von außen, deshalb sage ich ja, wir arbeiten mit Polizei, mit Ordnungsamt, sagen zusammen, ich will eine Fahrananalyse für jede Veranstaltung.
00:29:54: Das ist für mich das Erste, bevor ich Ich sage mal, mit einem Leitfaden für Großveranstaltungen und Arbeiter.
00:30:01: Den gibt es hier in Sachsen-Anhalt, also nach ein paar Jahren nach Duisburg.
00:30:07: Und den wendet man eigentlich mittlerweile auch an für kleinere Veranstaltungen.
00:30:12: Warst du es da vielleicht auch deutlich einfacher als Till?
00:30:14: Weil du gehst jetzt in einer symbolischen Stadtverwaltung, einem Büro weiter.
00:30:18: Und bei Till müsste das das Ehrenamt machen.
00:30:21: Na ja, ich meine, ich sage mal, wahrscheinlich.
00:30:26: Aber ich glaube, die Historie auch in Götten, ich nehme mal an, dass die Stadt sich bewusst ist, was es dafür historischen Charakter trägt und braucht um, da kann man nicht einfach sagen, also wenn er es nicht schüttern, machen wir zu.
00:30:41: Das glaube ich nicht, dass eine Stadt Götten so damit umgeben würde.
00:30:45: Ja, ich sage mal, natürlich ist es so, dass ich... Das einfach habe zu Bürgermeister, aber ich denke Mathe mit seiner Wucht, also vom Kornenweis vor allem, wird da auch keine großen Wege haben, zu Bürgermeister zu kommen.
00:30:58: Ja, ich meine, aber es ist natürlich Privat ist richtig.
00:31:01: Und ich muss natürlich sagen, der Umzug ist auch nochmal nur die ganz andere Karre als eine feste Veranstaltung.
00:31:07: Ja.
00:31:09: Hast du mir den letzten Satz schon vorweggenommen?
00:31:12: Natürlich, insofern ist es ein Stück weit App für mit Birnen zu vergleichen, weil ob das jetzt der eine oder andere Leichter hat, unter völlig anderen Begebenheiten umstehen, ist ein bisschen zu pauschalisiert an mancher Stelle.
00:31:24: Nichtsdestotrotz, ja, an manchen Punkten wird es sie vermutlich ein Stück weit einfacher haben.
00:31:31: Zumindest, was für uns in der großen, ja, ein großes Damokleschwert in der Form war, ist einfach letztendlich die Frage der Haftung gewesen.
00:31:41: Und insofern, das war letztendlich so, dass die Haftung komplett bei uns lag als zu dem Zeitpunkt, ja, fünfköpfiger Vorstand.
00:31:53: Und das ist eine völlig andere Thematik.
00:31:58: Da können wir gerne nochmal drei Stunden selber zu uns unterhalten.
00:32:02: Ja, es ist immer die Frage, wie bereit ist der jeweilige Partner, ob das jetzt die Stadt ist oder auch nicht, gewisse Wege mitzugehen oder auch zu sagen, okay, da ist unser Engagement im ganz anderen Bereich unterwegs, ob finanziell, ob ... logistisch, technischer Natur oder auch in Beratungsmanagementqualität, wie auch immer.
00:32:26: Das ist natürlich auch immer von Veranstaltungsgröße, Begebenheiten gefahren.
00:32:30: Wir
00:32:30: haben bei euch Besucher und vielleicht auch Veranstalter und der Händler reagiert, die jetzt Beispiels als auch der Wiese sind oder bei euch.
00:32:39: Der Teilnehmer ist umzugesend.
00:32:41: Gibt es da Vorbehalte, dass sie sagen also in diesen Bedingungen, wir ziehen uns zurück, wir brauchen... Ihr nehmt vielleicht nicht mehr Teil oder nicht mehr in dieser Form?
00:32:48: Also für uns kann ich das sprechen.
00:32:53: Wir haben die gleichen Besucher, wie im Vorjahr.
00:32:56: Also ich sage mal, sprich glaube eine deutliche Sprache.
00:33:00: Das habe ich vorhin gemeint mit Besucher, natürlich gibt es.
00:33:04: in unseren Netzwerken auch immer, naja, ich komme dieses Jahr nicht, aber das klärt sich meistens selber.
00:33:09: Musst ja nicht, wirst ja nicht gezwungen.
00:33:11: Also kommt dann ein anderer Kommentar, da braucht man sich auch nicht einmischen.
00:33:14: Also das muss schon jeder selber mit sich entscheiden.
00:33:18: Aber trotzdem sage ich immer wieder alle Veranstalter in Sachsen eine dienen Veranstaltung durchführen.
00:33:24: Die geben sich schon größte Mühen, ob nun im ehrenamtlichen Bereich oder angestellten Bereich.
00:33:34: In meinem Job dürfen sie das auch ja nicht als Job sehen.
00:33:38: Also bei mir ist es schon längst als Hobby über ihr Jung, da schwärmt man davon.
00:33:42: Also von sowas natürlich sind so eine Erscheinung nicht immer das Beste aushänglich schön, aber dafür sind wir das dann noch besser zu machen.
00:33:50: Jetzt haben wir ja von Till von so einer konkreten Maßnahme gehört, die euch dann mitgeteilt wurde, als gab es denn vielleicht als größte oder außergewöhnlichste Maßnahme bezüglich der Eisleber-Visa?
00:34:03: Also ich erinnere mich noch an eine sehr kontroverse Diskussion auch um euren Umzug.
00:34:08: Die hält noch an, muss ich sagen.
00:34:10: Ich meine, das ist, der Umzug bei uns wird ja von der Stadt organisiert.
00:34:15: Da bin ich ja nicht so im Fokus.
00:34:18: Ja, wenn man so mal auch Historien betrachtet von Umzüge, die finden immer Stadt, wo attraktive Veranstaltungen stattfinden und da möchte sich die Region zeigen.
00:34:28: Aber ich meine, das ist ja wahrscheinlich auch die Ursache ist ja, weil die Ordnungsbehörden, also Polizei, Ordnungsamt anders auf Umzüge gucken als früher und dann feststellen, ganz erschreckend feststellen, wir sind mit Fahrzeuge oder Tieren durch eine sechs Meter Händlerstraße gefahren, hier laufen.
00:34:50: Ja, also Wo sie, selbst wenn sie da noch ein Radenke links, rechts daneben stehen, wo sollen da der Besucher hin?
00:34:58: Also da wird es ja schon logisch, also da müsste euch was anderes einfallen lassen.
00:35:03: Und das haben wahrscheinlich bei uns die Räder im Bereich der Stadträte nicht alle wahrscheinlich eingesehen.
00:35:12: Die Konsequenz war, dass es in diesem Jahr keine Tiere und keine Fahrzeuge umgehen.
00:35:15: Keine Tiere, keine Fahrzeuge, aber auch da kann ich berichten.
00:35:20: dass ich ja nichts nennenswertes gehört habe, dass darum zu schlechter gewesen ist.
00:35:25: Ich habe mir ja gesehen, ich fand ihn tatsächlich dadurch eher attraktiver, kann das auch gerne nochmal begründen, weil man hat ja sonst oft gerade bei Fahrzeugen auch, ich versuche es mal vorsichtig auszudrücken, so Teilnehmer dabei, die das ja uninspiriert betreiben.
00:35:42: Das Fahrzeug entsprechend zu schmücken und Co.
00:35:44: Und dadurch war er durch die vielen Laufgruppen, die sich da sehr viel Mühe gegeben haben, für mich in diesem Jahr deutlich, oder im vorigen Jahr, diesem Jahr deutlich attraktiver.
00:35:53: Führ gibt es auch ein Wetter, ja, oder wo es ein Wetter gibt, gibt es auch ein Führ.
00:35:57: Also man sieht ja das als Beispiel, man hat das gemacht, aber die Diskussion ist noch nicht zu Ende.
00:36:02: Ich glaube, morgen ist Stadtratssitzung und da kommt das Thema schon wieder auf den Tisch.
00:36:08: Gab es denn sonst eine große Änderung bei dir?
00:36:11: Wiese.
00:36:12: Umzug oder Wiese?
00:36:12: In der Wiese.
00:36:14: Ja, also der Aufwortschutz.
00:36:16: Früher hat man mehr, also mit den festen Sperren.
00:36:21: Wir haben uns organisiert, was betrachten wir als feste Sperren, was betrachten wir als Überfahrmöglichkeiten.
00:36:30: Da gibt es ja dann Unterschied und da müssen sie noch betrachten, jetzt wenn ich mit Fahrzeuge unterwegs bin, ist sind die Straßen oder die Wege, die es da betrifft, auch Fluchtwege von unserer Veranstaltung, dann kann ich zum Beispiel schlechte Fahrzeuge nutzen, weil die nehmen wir ja wieder.
00:36:46: Fluchtwegskapazitäten, da gibt es ja alle möglichen Rechenformen heute da, wo sie berechnen können.
00:36:53: Sie brauchen so viel Fluchtwege, um so und so viele Leute gleichzeitig auf dem Platz zu lassen.
00:36:59: Aber ich sage mal, dem sie mir gewappnet, den haben wir uns gestellt und da eben, wir arbeiten da nicht mit.
00:37:05: Schausteller oder mit Privatleuten zusammen, sondern das mache ich generell über Bewachungsfirmen, weil ich dann höhere Sicherheit habe, dass ja das auch so bedient, wie es bedient.
00:37:18: Ja, ich meine, aber das ist dem geschuldet, weil wir eben betriebswirtschaftlich aufgestellt sind.
00:37:25: Hier sehe ich die Vereinsgröße, da will ja auch jeder mitwirken und mitmachen.
00:37:29: Wir sehen offen Umzug hier und da, also Mitsponsoren und so weiter.
00:37:34: Ja, also da ist das schon sinnvoll auch.
00:37:38: Till, wenn ihr Wunsch hättet jetzt zur Vielleichtrichtung Land und Bund mit dem Blick auf kommende Veranstaltungen, was würdet ihr euch für Regelungen wünschen, mit denen Veranstaltungen wie ihr umgehen könnt für künftige Veranstaltungen?
00:37:54: Also Leitfahren gibt es ja, aber an denen kann man sich richten, muss man nicht.
00:37:56: Leitfahren sagt schon das Wort, das ist kein Gesetz.
00:37:59: Man kann jetzt auch das Land nicht in Haftung nehmen dafür.
00:38:01: Also was wäre vielleicht eure Idee oder eurer Vorschlag?
00:38:05: kann es nicht sein, dass wir in irgendeiner Form dafür zuständig sind, ich sag mal.
00:38:10: Ja, Geheimdienste sind dafür da, um in irgendeiner Weise die Informationen beizubringen, die dann über die entsprechenden Stellen Breite stellt werden, sodass sie von Polizei und höher geordneten Polizeibehörden entsprechend ja unter Beobachtung und sonst irgendwas ausgeräumt werden.
00:38:28: Das kann keine Aufgabe für einen Veranstalter, unabhängig davon, ob In irgendeiner Weise, von städtischer Natur, kommerzieller Natur oder ehrenamtlicher Natur sein, das geht nicht.
00:38:43: Das ist eine Obliegenheit des Staates und die muss auch dort weiterhin bleiben.
00:38:47: So, von Hause aus wäre es natürlich im einfachsten und schönsten, wenn es einen, ja, wie sagen wir, keinen Leid fahren, sondern tatsächlich klare Bahnen gäbe, wo man sagt, okay, so und so soll es laufen, ab und der ab.
00:39:02: der und der Größenordnung.
00:39:03: Es ist aber natürlich sehr pauschal gesagt und für ein Konzept zu schreiben, was auf fünfhundert verschiedene Veranstaltungsmöglichkeiten anpassbar ist, es wird es nicht geben.
00:39:15: Somit ist es halt insofern mit einem Leidfahren auch schon der Weg in die richtige Richtung, aber er muss natürlich auch auf aktuelle Begebenheiten noch ganz anders angepasst werden.
00:39:26: Wir haben uns nicht im Traum zum Beispiel vorstellen können, im Vorfeld noch im alten Jahr gerechnet, dass wir jemals anfangen Fußgängerbreiten zu messen, inwieweit die so breit sind, dass dort tatsächlich ein Kleins-Pkw, wo wir dann nach verschiedenen anderen Anschlägen auch schon vom SUV insofern weg waren und zu einem Kleins-Pkw weiter vorangeschritten sind.
00:39:51: Ja, dass man da halt auch noch einen Betonblock reinstellen muss oder oder oder oder.
00:39:55: und man muss natürlich auch immer ein Stück weit versuchen, die Verhältnismäßigkeit zu bewahren, in dem was der Veranstalter tatsächlich leisten kann.
00:40:03: Wir können andere Beispiele von anderen Städten, wo die, egal ob das im Karnevalsbereich ist, in der Brauchtumspflege, oder bei größeren volksfesten Veranstaltungen, wo die Stadt sich oder das Land sich aktiv mit den Veranstaltungen zusammensetzt und sagt, okay, Was könnt ihr tatsächlich leisten und wo müssen wir als Staat auch im Zweifel ja mit einsteigen?
00:40:29: Weil wenn es jetzt zumindest für einen rosen Montagszug mal sprechen darf, wir reden zum Beispiel für Köthen über eine der publikumsträchtigsten kostenfreien Veranstaltung für die Bürger der Stadt.
00:40:41: Unabhängig davon, dass wir natürlich unserem Hobby dort fröhnen am entsprechenden Tag und ja auch die Die Kaufkraft, die dadurch entsteht, die wir in die Stadt überhaupt reinbringen, auf Basis dessen, dass eine Vielzahl von Besuchern diese Stadt an dem Tag besucht, die, naja, je nachdem, wo sie in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus wohnen, vielleicht nicht unbedingt jedes Mal nach Köthen kommen würden.
00:41:08: So wird das sicherlich auch mit Eislehm an mancher Stelle sein, weil es gibt natürlich auch diesen Traditionsaspekt.
00:41:13: Wir machen das jetzt nicht zum ersten Mal.
00:41:15: Das ist das ist das ist das ist das ist das ist das ist
00:41:26: das ist das ist das ist das ist
00:41:34: das
00:41:34: ist
00:41:35: das ist das ist
00:41:37: das ist das ist das.
00:42:18: Jetzt haben wir ja hier das ein oder andere Mal über die Ordnungsämter gesprochen.
00:42:22: Was ist das von Aktionismus genannt?
00:42:23: Wir haben einige Beispiele gehört, der Auflagen bzw.
00:42:27: du, was die Kollegen da machen.
00:42:29: Man liest und hört es auch, dass dort also Veranstaltungen abgesagt werden, weil die Ordnungsämter aus Sicht der Veranstalter völlig... Überziehen etc.
00:42:38: Könnt ihr das auch ein Stück weit nachvollziehen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort jetzt auch alles ganz genau und alles ganz richtig machen wollen?
00:42:49: Auf jeden Fall.
00:42:50: Also ich meine, und das richtet sich dann auch wieder nur an die Kosten, würde ich sagen.
00:42:55: Die Sachen nur abweichen, dass die Kosten nicht schudern können.
00:42:57: Ja, also und das ist das, also weil wir vorhin vom Wünsche geredet haben.
00:43:01: Ich bin der Meinung, wir brauchen keinen Gesetz.
00:43:02: Wir haben so wunderbare Veranstaltungen und Veranstalter.
00:43:06: die für ihre Veranstaltung der beste Profi ist und sind, ja, mit dem Weiterentwicklung, die es, ich sag mal, ständig gibt, ja, dass die besten Profis nur eben, man wird das Stück weit alleine lassen, der Leidfahrt ist in Ordnung, ja, und da hat man, wo man sich vorn lang hängen kann, aber deshalb keine Sätze, weil die Veranstaltungen so individuell sind, weil ich sie nicht kopieren kann, nicht von A nach B, dann werden sie alle gleich, also das muss ja nicht sein, jeder hat so seine individuelle Geschichte und Diese Individualität muss auch bewahrt werden.
00:43:40: Das gehört zu dem Charakter dieses Festes.
00:43:43: Und das macht natürlich auch die Vielfältigkeit der die ganzen Volksfeste aus oder Festivitäten.
00:43:48: Ich glaube, das grundsätzliche Problem war an der Stelle, zum Beispiel bezogen auf unsere Situation, dass natürlich so kurz nach diesem Attentat schlichtweg niemand die Verantwortung übernehmen wollte, um zu sagen, wenn das hier nachher, ja, wie man es nennen will, ein weiteres Attentat geben soll.
00:44:09: Denn ist natürlich auch da die Schuldfrage und wir sehen es jetzt im Magdeburg, wie lange sich das bereits zieht und wie dort die Verhandlungen von A nach B gehen.
00:44:18: Bis das entsprechend aufgearbeitet ist, da gehen Monate ins Land.
00:44:23: So, das ist natürlich nur, weil es ein anderer Stadt ist, nicht anders.
00:44:27: Kann das vielleicht auch sein, dass es jetzt gerade den Köten so hohe Auflagen gab, weil dort zum Rosenmontag ja auch Ja, ich sag mal, dass halbe Landeskaminett und die Fraktionsvorsitzenden etc.
00:44:37: mit anwesend sind.
00:44:39: Das wird ja sicherlich auch eine entsprechende Rolle spielen.
00:44:42: Nichtsdestotrotz gibt es auch dafür, ja nochmal ganz anderen, dafür gibt es von Hause aus einen entsprechenden andernweitingschutz auch durch die Landespolizei, die dann mit ins Boot steigt.
00:44:54: So oder so ist das Problem für den Veranstalter schlichtweg die Planbarkeit.
00:45:00: auf Rückfrage an die Polizei, an besagtem Ordnungsamtstermin, wo wir die für uns hier aufs Botschaft mitgeteilt bekommen haben.
00:45:07: Wir gießen die halbe Stadt im Beton und der Rest sind Container und mobile Sperren.
00:45:13: Da war natürlich auch unsere Frage, okay, wie unterstützt uns die Polizei in dem Punkt?
00:45:18: Und dann wird es relativ dünn, weil es zu dem Zeitpunkt hieß es dann, Ja, also wir sind nicht dafür da, mobile Spannen und so was darzustellen.
00:45:29: Ja, okay, kann ich verstehen.
00:45:31: Aber gemessen an der kurze Zeit, weil wir waren im Januar schon mal soweit, dass wir darüber gesprochen hatten, hätten wir uns da natürlich auch mehr Zuspruch, mehr Mitwirkungsanteil gewünscht zu dem Zeitpunkt, was unsere Planung angeht.
00:45:48: An dem Tag selber haben wir gesehen, wie viele Beamte dort vor Ort waren, aus welchen Ja, mit welchen Strecken die mitunter ihre Anreise bestritten haben und was dort alles dazukam.
00:46:00: Da sind wir auch wahnsinnig froh und das, dass das alles da war, weil natürlich sorgt das auch dafür, dass unter der Bevölkerung ein anderer, ja hützt darüber immer sagen, awareness für das Problem, aber natürlich auch ein anderer Sicherheitsgefühl da war, unabhängig davon, dass bei uns der SIGI vorhin gefragt, wie das züglich der Besucherzahlen aussah.
00:46:23: Wir wohnen nicht nur vom wunderbaren Wetter, man hat es vorhin an den Bildern sicherlich gesehen, belohnt, sondern natürlich auch von den Besucherzahlen, die in keiner Weise einebrochen sind.
00:46:33: Ein bisschen mal ganz so zeitvoll war vorhin das Stichwort Haftungsfrage.
00:46:37: Wie ist denn das jetzt ganz konkret geregelt bei SIGI bei euch, wenn was passiert?
00:46:43: Es ist eine spannende Frage, weil das können wir dir bisher auch noch nicht sagen.
00:46:46: Es gibt da bisher noch keine feste Regelungen.
00:46:48: Das ist in irgendeiner Form die Stadt oder der kommunale Schadensausgleich letztendlich dann übernimmt.
00:46:55: Oder letztendlich doch wir.
00:46:56: Und da geht es dann wahrscheinlich auch über die Veranstalterhaftlicht hinaus.
00:47:02: Ich sehe das so.
00:47:03: Ich meine, das gehört zu unseren täglichen Brotversicherungen.
00:47:07: Wir sind was Veranstalterhaftlicht und alles, was wir benötigen, gut versichert.
00:47:13: Das schließt auch sowas ein und ich sage mal letzten Ende.
00:47:21: Ja,
00:47:22: das wird ja von der Stadt gedeckt.
00:47:23: Also da sind wir in diesem Dach der Stadt dabei.
00:47:30: prüfen lassen, das ist eine gute Decke.
00:47:32: Aber die haftigen Haftung an sich, sie wollen ja jetzt einen Namen oder sie wollen einen Ansprechpartner.
00:47:37: Also ich als Betriebsleiter für diese Geschichte da in unserem Veranstaltung bin schon dafür verantwortlich.
00:47:45: Aber ich
00:47:46: kann Ihnen sagen,
00:47:47: ganz kurz bei den Ehrenamtlichen, die sehr viel Engagement an den Tag legen und dann immer mit einem Bein knast stehen.
00:47:53: Aber das können sie ja auch ableiten.
00:47:55: Natürlich.
00:47:56: Also sie werden nur in knast kommen, wenn sie es vorsätzlich machen.
00:47:59: Also auch in dieser Position, wo ich da bin.
00:48:02: Also ich spreche jetzt für mich und das kann man da wahrscheinlich auch ableiten.
00:48:06: Wir hatten intensive Gespräche mit den Herrn Schneider, der auch nach Machtenburg im ZDF aufgetreten ist und wegen Sicherheit gesprochen hat.
00:48:15: Ich glaube, das ist der einzige technische Vertreter in Deutschland, der überhaupt fachtechnisch vollumfänglich Auskunft geben kann.
00:48:23: Und ich würde das mal abschließen.
00:48:25: Also es geht eigentlich auch nur darum, mit besten Wissen und Gewissen dafür zu arbeiten.
00:48:33: Da werden sie nicht mit Vorsatz, mit irgendwas unterwegs sein als Veranstalter in Verantwortung.
00:48:39: Demzufolge habe ich da auch eine gewisse Pflicht, Haftungspflicht, aber wie gesagt nach besten Wissen und Gewissen.
00:48:47: Ich meine, wenn wir irgendwo noch Raketen stationieren müssten oder sowas, verstehen Sie, da bin ich nicht verantwortlich.
00:48:56: Ja, also irgendwo die Kirche auch im Dorf lassen, ja, und so wie wir Leitfaden haben, nochmal auf den Wunsch zurück, könnte man auch Leitfaden, wie soll es zukünftig mit der Finanzierung aussehen, damit diese Qualität, diese Kultur, dieses Brauchturm, wie ich im Bach untergeht.
00:49:15: Wir werden deiner Meinung nach... Wer muss das Wort meine öffnen?
00:49:18: Staat.
00:49:20: Ich meine, der Staat ist verantwortlich.
00:49:25: Zu Terroraufgaben ist eine Hoheitsaufgabe des Staates.
00:49:28: So.
00:49:29: Und wenn ich aus hoheitlichen Gründen, wir schützen uns ja gegen Außen.
00:49:34: Also nicht, die Gefahr kommt ja nicht von uns, von unserer Veranstaltung.
00:49:37: Wir schützen uns gegen Außen.
00:49:40: Das ist ein Stück weit.
00:49:41: Also, wo fangen wir an und wo hören wir auf?
00:49:43: Ich meine, viele sind mit dabei.
00:49:45: Also, wir auch machen es ja, damit es weitergeht.
00:49:48: Aber da kommen keine Sprüche, wer es bezahlt.
00:49:53: Komm nicht.
00:49:55: Es kommen immer nur Auflagen.
00:49:56: Bleiben wir mal bei den Auflagen.
00:49:58: Was wäre denn für euch jeweils eine Auflage, wo ihr sagen würdet, großen Montags zu köten, Eisleber, Wiese, mit dieser Auflage?
00:50:08: Machen wir nicht.
00:50:10: Ach, so könnt ihr nicht an die Sache heranieren.
00:50:13: Dann macht es ein anderer.
00:50:16: Aber ich sage mal jetzt so, in den ganzen Jahren, seit Duisburg, nicht alles gefällt mir.
00:50:26: Nicht alles gefällt mir.
00:50:27: Können Sie glauben.
00:50:28: Aber ich muss schon ein Stück Verständnis dafür ausbringen, dass man gewisse Sicherheiten haben möchte.
00:50:34: Ich würde sicherlich um die Wiese kein, was weiß ich, Stachedraht.
00:50:40: haben wollen und sowas.
00:50:42: Also wir wollen den Volksfest feiern.
00:50:44: Nicht irgendwo im Knast sitzen und da feiern.
00:50:47: Also da hört der Freundschaft auf irgendwo.
00:50:49: Ja, doch ist es überschaubar, sag ich mal jetzt so.
00:50:53: Ist schon ganz schön lastig, aber irgendwo musste Kirchen im Dorf bleiben.
00:51:00: Aber sie können sich nicht einfach hinstellen und sagen ne, moin ich.
00:51:02: Also, habe ich auch schon mal Macht so?
00:51:05: Also in einer Runde, in unserer Verwaltung, so Leute.
00:51:09: Ja, was willst du denn sonst?
00:51:11: Also, du musst doch... Also, man wird auch mit bestem Wissen und Gewissen dabei.
00:51:16: Ja, irgendwann kommt dann auch die Einsicht, okay, wir machen's, okay.
00:51:21: Wie bei dir?
00:51:22: Ja, wie ich das Eingang schon mal erwähnt hatte, das Restrisiko ist der Preis der Freiheit.
00:51:27: Also, sie hat selber so schön gesagt, wir können nicht alles absichern, weil das bedeutet wir, ja, zehn im Kreis als... Beton-Mauer und darum bauen wir noch eine Kuppel und dann haben wir auch noch alles Video überwacht.
00:51:40: Und was weiß ich?
00:51:42: Leibesvisitationen bei jedem Besucher.
00:51:44: Dann können wir sagen, ok, zu ninety-fünf Prozent, weil was von oben oben drüber dann noch kommt, das können wir genauso wenig einschätzen.
00:51:53: Also das muss man auch alles irgendwo mal durch die realistische Brille betrachten.
00:51:58: Wir sind genauso aufgestellt, dass wir sagen, also eine Abtage, das war so ein Montagszug, wird es nicht geben.
00:52:04: Wir sind weiterhin Verrückt genug dafür, das ehrenamtlich zu machen.
00:52:08: Wir haben den Spaß dran.
00:52:10: Wir sind uns ja auch der Aufgabe bewusst, was wir dort kulturell entsprechend für die Stadt leisten, für uns leisten, für unsere Regionen in der Form leisten.
00:52:26: Und somit müssen wir entsprechende Wege finden, wie es geht, wenn wir irgendwann an den Punkt kommen, Alleine die Schutzmaßnahmen in einem mittleren sechsstelligen Bereich landen.
00:52:38: Ja gut, dann ist die Finanzierungsfrage letztendlich das, was das Ganze zum Kippen bringen wird.
00:52:44: Das wird auch bei SIGGI der Fall sein, wenn das nachher in astronomische Größenordnungen geht, wo wir über Beträge reden, die weder erwirtschaftbar sind, noch in irgendeiner Weise leistbar, stemmbar sind.
00:52:57: Dann müssen wir uns auch dem Kostendruck geschlagen geben, aber von Hause aus.
00:53:02: sind wir alle als Veranstalter von Hause aus, aus dem Holz zu schnitzen, dass wir sagen, wir lassen uns wieder unterkriegen, noch versuchen wir nicht alles das, was geht, letztendlich doch da eine entsprechende Veranstaltung auf die Beine zu stellen.
00:53:18: Wenn wir die Zeit jetzt nochmal zurückdrehen, Januar, zwanzig, fünfundzwanzig, die Situation ist ganz frisch.
00:53:25: Es ist, weiß noch, keiner so richtig, wo es hingeht.
00:53:27: Und jetzt gegen... Ende des Jahres mit auch diesen vielen unterschiedlichen Meinungen über Sicherheit.
00:53:34: Gucken wir Magdeburg Weihnachtsmarkt abgesagt, zugesagt hin und her.
00:53:38: Fühlt ihr euch jetzt eher sicherer oder unsicherer als Veranstalter als Anfang des Jahres?
00:53:45: Also dir jetzt mit unserem aktuellen Weihnachtsmarkt fühle, also ich fühle mich genauso sicher wie hier.
00:53:54: Wie vorher?
00:53:55: Ja, ich meine... Ich habe nur den Eindruck, also ich meine wir hatten zwischendurch Veranstaltung Frühlingswiese Wieser und hatten da schon vieles Neues einpflegen lassen, ja oder einpflegen müssen.
00:54:06: Ich habe nur den Eindruck, wenn ich dann immer kurz vor Veranstaltungsbilden höre, absahre, zusahre, nicht einig, einig geworden, als ob das passiert ist in der Schockstare.
00:54:16: Und dann hat man erst im November weitergemacht.
00:54:19: Ist es natürlich nicht.
00:54:20: Also die Veranstalt haben sich schon sehr viel Gedanken gemacht dort.
00:54:23: Aber wie man dann eben kurz davor dann immer so ein Offress und das ist ja dann immer so reiserisch.
00:54:32: Also ich kann das nicht verstehen, dass in Magdeburg so spät das entsprechende Go für den Weihnachtsmarkt gab.
00:54:40: Jetzt maße ich mir nicht an so tief in deren Sicherheits... Konzept drinnen zu stecken, wie in unserem, das wäre auch, glaube ich, mehr als überhöht.
00:54:52: Aber natürlich sind wir, haben wir ähnliche Bedenken, dass man sagt, okay, ist denn jetzt tatsächlich das Jahr über so viel daran getan worden, dass man da vernünftige Konzepte, Bahnen etc.
00:55:06: schafft, nicht von Veranstalter Seite, sondern auch von der Genehmigung Seite her.
00:55:11: dass man da tatsächlich sagen kann ok jetzt gibt es wieder diesen ich nenne mal das prüfzertifikat eins wie auch immer oder gibt es das nicht und es wird eigentlich erst dann wieder wenn das gesicherheitskonzept vorliegt darüber in langen debattiert ob das jetzt wirklich nach dem neuesten erkenntnissen gesichert ist oder nicht.
00:55:36: weil Es ist ja auch nicht so, dass die Veranstalter, die das jahrelang oder jahrzehntelang betreiben, in der Zwischenzeit schlafen, sondern es ist natürlich immer eine Anpassung gemessen an aktuellen Gefahrenlagen, aktuellen Begebenheiten, in Zweifel auch je nach Entwicklung der Veranstaltungen an sich.
00:55:51: Was kam dazu?
00:55:52: Was ist in Zweifel weniger geworden und und und?
00:55:55: Ganz kurze Antwort.
00:55:56: Fühlt ihr euch für im Jahr zweizig, sechs und zwanzig gut gewappnet?
00:55:59: Ja, sehr gut.
00:56:01: Nehmt, kann ich mich noch anschließen.
00:56:02: Sehr gut.
00:56:05: Ja, persönlich.
00:56:06: Werdet ihr den Weihnachtsmarkt in Magdeburg zwanzig, fünfundzwanzig besuchen?
00:56:11: Wenn ich schaffe, ja.
00:56:14: Ich möchte mich jetzt nicht schon wieder mit den gleichen Worten anschließen, aber das natürlich läuft bei uns bei uns genau so drauf hinaus.
00:56:20: Also wir haben das natürlich auch vor, dass wir sagen, okay, wir haben verschiedene Freunde in Magdeburg, egal ob das auch aus dem Brauchtum ist, also um dort verschiedene Vereine, wo wir natürlich kurz nach Magdeburg auch die Auswirkungen gesehen haben.
00:56:37: mit gedämpften Besucherzahlen.
00:56:39: Wir haben uns schon verabredet, ob wir jetzt letztendlich den Termin einhalten können aus zeitlichen Gründen ist immer so die andere Thematik.
00:56:46: Aber es ist der feste Vorsatz auf jeden Fall mindestens einmal noch in Magdeburg auf dem Weihnachtsmarkt zu sein dieses Jahr.
00:56:52: Über Sie lieber Till, vielen Dank, dass er heute da war und uns einen kleinen Einblick in die Gedankenwelt der Veranstalter von zwei der größten Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt gegeben hat.
00:57:02: Vielen Dank.
00:57:03: Bitte schön.
00:57:05: Das war diese Folge von drei Minuten Terror.
00:57:09: Guckt auch gerne mal, was wir ansonsten noch bei uns in der Bibliothek haben.
00:57:13: Wir hatten hier im Studio schon sehr interessante Gespräche.
00:57:17: Es kommen auch noch ein paar dazu.
00:57:18: Also abonniert den Kanal auch gerne.
00:57:21: Und bis dahin verabschieden sich erst einmal für heute Stefan B. Westfahl
00:57:25: und Röner Schwenkel.
00:57:26: Vielen Dank.
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