„Mit dem Tag des Anschlags war das Weihnachtsgeschäft vorbei.“ - Christian Gülck, Vorsitzender IG Innenstadt

Shownotes

Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt am 20. Dezember 2024 hat nicht nur unermessliches Leid verursacht, sondern auch das Herz der Stadt – ihre Innenstadt – tief getroffen. In dieser Episode von „Drei Minuten Terror“ sprechen Stefan B. Westphal und Rainer Schweingel mit Christian Gülck, dem Vertreter der Händlergemeinschaft IG Innenstadt Magdeburg, über die Folgen der Tragödie für Handel, Gemeinschaft und Stadtleben.

Gülck erinnert sich an die chaotischen Stunden des Anschlags: an die anfängliche Ungewissheit, die bedrückende Stille nach der Nachricht und die Erschütterung, als das Ausmaß klar wurde. Die Bilder der betroffenen Menschen, sagt er, habe er bis heute nicht vergessen.

Er schildert die Arbeit der IG Innenstadt, die mit ihren rund 40 Mitgliedern aus Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistung seit Jahren daran arbeitet, das Zentrum Magdeburgs lebendig zu halten. Nach dem Anschlag stand die Gemeinschaft vor der schwierigsten Bewährungsprobe ihrer Geschichte – wirtschaftlich, emotional und organisatorisch.

Im Gespräch wird deutlich, wie sehr das Weihnachtsgeschäft, das für viele Betriebe existenziell ist, durch den Anschlag eingebrochen ist. Gülck beschreibt die tiefe Verunsicherung, aber auch die Solidarität unter den Händlerinnen und Händlern. Zugleich blickt er nach vorn: Der Weihnachtsmarkt soll künftig wieder ein Ort der Begegnung und des Lichts werden – im Bewusstsein der Trauer, aber auch als Symbol des Zusammenhalts.

Ein weiterer Schwerpunkt der Episode liegt auf den Fragen nach Sicherheit und Atmosphäre in der Innenstadt. Gülck plädiert für ein Gleichgewicht zwischen Schutz und Offenheit: Sicherheitskonzepte seien notwendig, dürften aber nicht zu einem Klima der Angst führen. „Die Menschen sollen sich sicher fühlen – aber nicht beobachtet“, betont er.

Auch der Wandel des Einzelhandels und die Konkurrenz des Online-Shoppings spielen eine zentrale Rolle. Gülck fordert neue Ideen, um die Innenstadt als Erlebnisraum zu stärken – durch Veranstaltungen, Kooperationen und emotionale Bindung an die Stadt. Mit Aktionen wie „I Love Magdeburg“ will die IG Innenstadt ein Zeichen für Optimismus und Zusammenhalt setzen.

Trotz aller Herausforderungen überwiegt am Ende der Glaube an die Zukunft. Christian Gülck ist überzeugt: Wenn Stadt, Handel und Bürger gemeinsam an einem Strang ziehen, kann Magdeburg aus der Krise gestärkt hervorgehen.

0:15 Willkommen zu 3 Minuten Terror
1:04 Erster Kontakt mit dem Anschlag
2:41 Die IG Innenstadt Magdeburg
3:59 Auswirkungen auf den Einzelhandel
5:48 Bedeutung des Weihnachtsmarktes
6:33 Umgestaltung des Weihnachtsmarktes
8:40 Sicherheit im Einkaufserlebnis
10:50 Zukunft des Weihnachtsmarktes 2025
12:00 Reaktionen der Händler
13:06 Werbung für die Innenstadt
14:25 Kompensation von Umsatzverlusten
15:08 Prognosen für das Weihnachtsgeschäft
15:56 Aktionen gegen Umsatzrückgang
17:05 Politische Unterstützung für Händler
19:46 Herausforderungen für den Einzelhandel
20:12 Hoffnung für die Innenstadt
22:22 Kunden in die Innenstadt locken
23:13 Lernen von anderen Städten
24:20 Zusammenarbeit unter Händlern
25:21 Abschluss und Ausblick auf den Weihnachtsmarkt

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00:00:07: Ja, herzlich willkommen.

00:00:09: zum einer weiteren Folge drei Minuten Terror, die Armour-Quart von Magdeburg, wie immer mit Stefan B. Westfahl und Rainer Schweingel, heute zu Gast der Wurzeln der IGN statt Magdeburg, ein Vertreter der Händler Gemeinschaft in Magdeburg.

00:00:28: Christian Gülck, herzlich willkommen.

00:00:29: Hallo.

00:00:30: Herr Gülck, wir fragen doch mal alle zuerst, wo waren Sie am Tag und zum Zeitpunkt des Anschlags?

00:00:37: Ich saß zu dem Zeitpunkt im Auto.

00:00:40: Ich bekomme es jetzt von meiner Seite aus gar nicht mehr zusammen, ob schon irgendetwas übers Radio lief oder ob wir in unserer Vorstandsgruppe der IG Innenstadt eine erste WhatsApp dazu hatten.

00:00:50: Ich bekomme es nicht mehr zusammen.

00:00:51: Ich weiß nur, dass ich zu dem Zeitpunkt wusste, dass ein Geschäftspartner auf dem Weihnachtsmarkt ist, den ich dann spontan angerufen habe und gesagt, wie geht's dir und kann ich dir irgendwie helfen?

00:01:02: Kann ich dich unterstützen?

00:01:05: Und Mokaba, wie es klingt, seine erste spontane Antwort war, kommen hier nicht her.

00:01:09: Hier liegen lauter Tote.

00:01:10: Das muss niemand sehen.

00:01:13: Wann war Ihnen klar, welches Ausmaß dieses Ereignis hatte?

00:01:18: Das ist mir erst im Laufe des Abends eigentlich klar geworden.

00:01:24: Ich würde mal fast sagen, es war zuerst eine innere Verweigerungshaltung.

00:01:28: So etwas in dem Ausmaß, das muss ja eine Ente sein, doch nicht hier in Magdeburg.

00:01:33: Geht doch nicht.

00:01:35: Ich habe es aber am Anfang nicht realisiert und noch nicht realisieren wollen.

00:01:40: Was waren so Ihre ersten Reaktionen dann darauf, als das vielleicht so nach ein paar Minuten zumindest gesagt ist bei Ihnen?

00:01:48: Dass das Magdeburg verändern wird, dass das viele schwere harte Monate für uns sein werden, wenn ich sogar Jahre oder Jahrzehnte, wenn man bis man so etwas verarbeitet hat.

00:02:00: Ich habe sehr an meine Vorstandskollegen und Bekannten und Freunde gedacht, die im Handel, im Einzelhandel arbeiten, aber auch direkt auf den Weihnachtsmarkt vor Ort betroffen sind.

00:02:11: Ich war dann selbst noch, ich bin nicht über den Weihnachtsmarkt gelaufen, ich war in Sichtweite und habe die Menschen gesehen, die mir entgegengekommen sind.

00:02:22: und diese Lehren Gesichter, so etwas kennt man nicht, wenn jemand vom Weihnachtsmarkt kommt, es gibt gelächter, es gibt freundliche Gesichter, aber dieses blutlehre, emotionslose, absolute Stille der Menschen, die da entgegengekommen sind, das prägt mich bis heute.

00:02:41: Jetzt

00:02:42: haben wir Sie eingeladen als Voruritzender der IG Innenstadt Magdeburg.

00:02:46: Vielleicht können Sie kurz erklären, wer ist die IG Innenstadt und wofür steht sie und welche Ziele hat sie?

00:02:52: Die Innenstadt ist ein Verbund von ca.

00:02:55: zweiundvierzig handelnden Personen, also Gastronomie, Hotellerie, aber auch Anwaltskanzler, Steuerberater, alle, die wirtschaftlich im Bereich der Innenstadt tätig sind.

00:03:07: Sie geht aber bis hin zu unseren beiden Stadtbrandzentern, die Mitglied sind, oder zum Beispiel auch Ikea, also wir sind auch breiter aufgestellt.

00:03:14: Und wir haben das Ziel, unsere gute Stube unserer Wohnzimmer der schönen Landeshauptstadt Magdeburg zu beleben und schöner zu gestalten.

00:03:23: Wozu braucht es da so ein Zusammenschluss?

00:03:24: Also wir haben ja einen Stadtrahmen, es gibt Ausschüsse, es gibt Vereine.

00:03:27: Wozu braucht es da die IG Innenstadt?

00:03:30: Wie der Name Interessensvertretung schon sagt, geht es darum, die Interessen der Innenstadt ausgewogen im Kontext aller Akteure, die in der Innenstadt tätig sind, zu vertreten.

00:03:44: den Finger auch hier in die Wunde zu legen, Diskussion anzuregen, aber auch mit der Politik und anderen Interessensvertretungen oder Akteuren in der Innenstadt im Austausch zu sein und gemeinsam Lösungen für die Innenstadt zu entwickeln.

00:03:59: Jetzt ist Magdeburg, sehen Sie es mir bitte nach, ich komme nicht aus Magdeburg, vielleicht werfen Sie auch gleich was nach mir, aber Magdeburg ist ja jetzt gar nicht so, als die Shoppingmeile für Einzelhändler bekannt.

00:04:12: und dann noch so ein Ereignis bzw.

00:04:17: dieser Anschlag.

00:04:17: Wie hat sich das auf die Kaufkraft bzw.

00:04:20: auch auf die Geschichte bei ihren Mitgliedern ausgewirrt?

00:04:24: Ich glaube, dass was hier passiert ist, ist erst einmal egal, ob das in Magdeburg, Hamburg, Köln, München, wo auch immer passiert wäre.

00:04:34: Es hat immer Auswirkungen auf die handelnden Personen und die Händler vor Ort.

00:04:40: Für uns war es so, dass mit dem Tag des Anschlages das Weihnachtsgeschäft vorbei war.

00:04:46: Und das, was sich in den letzten Jahren im Einzelhandel entwickelt hat, ist, dass das Weihnachtsgeschäft immer später startet.

00:04:51: Früher war es so, erste Advent ging die Frequenz nach oben, blieb kontinuierlich oben, stieg dann zum Ende noch ein bisschen mehr an.

00:04:59: Mittlerweile ist es so, ums Nikolausgeschäft haben sie eine Spitze, Bedarfskäufe, alles, was zum Nikolaus dazugehört, dann wird es weniger.

00:05:06: Und dann eigentlich erst so ab dritten Advent geht es wieder los.

00:05:11: Und mit dem Anschlag am zwanzigsten mit Recht und auch verständlicherweise war das Weihnachtsgeschäft vorbei, nicht nur für die Händler auf dem Weihnachtsmarkt selbst, der Weihnachtsmarkt war geschlossen, auch das verständlicherweise, aber auch für alle anderen.

00:05:28: Es war so, dass am Samstag nach dem Anschlag um vierzehn Uhr beispielsweise im City Care die Geschäfte geschlossen haben, weil es sich nicht mehr lohnte, es war niemand da.

00:05:41: Alleine, dass das so war, sagt schon viel über das Weihnachtsgeschäft und die Auswirkung dieses Anschlages aus.

00:05:48: Welche Bedeutung hat der Weihnachtsmarkt allgemein?

00:05:52: Im Weihnachtsmarkt vor allen Dingen bei uns in Kombination und das macht es dann wiederum besonders mit der Lichterwelt, ist überregional auch touristisch.

00:06:02: lässt sich sehr gut vermarkten und sorgt dafür, dass wir über regionales Zulauf bekommen.

00:06:07: Teilweise sogar bis aus Potsdam, Braunschweig, das können wir zum Beispiel durch Einfahrts, nicht Zählung, aber Beobachtung feststellen in den Settinaren Parkhäusern, dass das kaufkräftige, Sie sagten es gerade, Kundschaft nach Magdeburg zieht und dafür sorgt, dass wir ein Großteil unseres Gewinnes im Endeffekt zu dieser Zeit des Weihnachtsmarktes machen.

00:06:34: Jetzt wird der Weihnachtsmarkt umgestaltet in diesem Jahr.

00:06:37: Für welche Variante haben Sie da plädiert?

00:06:41: Also auch hier, wenn ich selbst unser Büro liegt, auch sehr dicht am alten Markt, ich fahre dann zu gewissen Tageszeiten, wo es erlaubt ist, mit dem Auto selber noch über den Markt, macht das mittlerweile extremst langsam, früher schon langsam, aber heute eben halt noch bedächtiger.

00:07:03: Und wenn ich diesen Streifen sehe, durch den der Täter gefahren ist, dann war mir von vornherein klar, es muss umgebaut werden und muss anders gestaltet werden.

00:07:16: Diese Bilder dieser Wiedererkennungseffekte, der es uns eintreten würde, der darf auf gar keinen Fall passieren.

00:07:23: Und unsere Kollegen und Vertreter an der Weihnachtsmarkt GmbH.

00:07:26: Ich denke, ich habe dort gute Entscheidungen getroffen.

00:07:30: Auch hier spielen Sie jetzt auf das Thema an Domplatz-Altermarkt.

00:07:36: Generell, wäre dann für Sie eine Verlegung in Frage gekommen oder hätte sich das aus Ihrer Sicht

00:07:42: überhaupt nicht?

00:07:42: Man sieht es, glaube ich, beim Kaiser Otto Fest wie groß der Aufwand ist, der betrieben werden muss, um das Feld abzusperren.

00:07:51: Der Domplatz ist ein offener Platz.

00:07:53: Wir haben dort als Beispiel den Landtag, der an sich auch eine verstärkte Sicherheit im Endeffekt bedarf.

00:08:00: Ich glaube, es am alten Markt zu halten ist historisch baulich und sicherheitstechnisch der einfache Weg.

00:08:08: Ganz unabhängig davon muss da jetzt nachgewürzt werden, was das Thema Sicherheit angeht, es aber dort zu belassen.

00:08:15: ist auch für die Struktur der Innenstadt aus der Perspektive.

00:08:20: Ich spreche jetzt für die IG Innenstadt der richtige Weg, weil das Gro des Einzelhandels und wie die Frequenzen sich in der Innenstadt verlaufen.

00:08:33: Da, wo jetzt der alte Markt ist, besser ist für die Innenstadt, als wenn er auf dem Domplatz wäre.

00:08:36: Aber das ist die Perspektive der IG Innenstadt.

00:08:40: Stichwort Sicherheit, aber wird ja viel diskutiert und es wird untersucht.

00:08:45: eines Handlers mit dem Blick auf das Erlebnis einkaufen.

00:08:51: Darauf kommt es ja auch gerade auch in einer Innenstadt.

00:08:54: Wie viel Sicherheit halten Sie denn für sinnvoll und vertretbar, ohne dass man sich vielleicht wie bei einer Kontrolle am Flughafen fühlt?

00:09:04: Ich glaube erst einmal, ich denke, da sind wir uns einig, es gibt keine hundertprozentige Sicherheit.

00:09:14: Aber gewährleistet sein muss, dass der Stand, gesunde Menschenverstand, die Fachleute, die entscheiden, wie so ein Sicherheitskonzept auszugestalten ist, dass das ordnungsgemäß umgesetzt wird.

00:09:27: Das muss passieren.

00:09:28: Was wir, glaube ich, nicht brauchen, gibt Länder in der Welt, da ist es normal, wenn man ein Einkaufszentrum betritt, dass sie dort eine Sicherheitskontrolle haben wie am Flughafen.

00:09:39: Das sind Zustände, die wir, glaube ich, in Deutschland nicht wollen.

00:09:43: Wir wollen unsere Freiheit haben, wir wollen uns frei bewegen können und auch nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit erinnert werden, welche Möglichkeiten es gibt, anderen Menschen wehtzutun, geschweige denn sie zu töten.

00:09:57: Sicherheit sollte meiner Meinung nach dem eigentlichen Event nachstehen.

00:10:06: Das heißt, es sollte nicht immer zu sehen sein, soweit es eben halt möglich ist.

00:10:11: Je verdeckter die Sicherheit ist, desto besser.

00:10:14: Wobei Zufahrtskontrollen, wir haben es gerade angesprochen.

00:10:19: Da muss ein Weg gefunden werden, aber da bin ich jetzt nicht der Experte, der entscheiden kann, reichen nun sieben Komma fünf Tonnen Gewicht oder wie viel Gewicht muss eigentlich abgehalten werden, was Zufahrtskontrolle angeht.

00:10:33: Ein Thema, was mich momentan sehr beschäftigt ist.

00:10:37: Drohnen werden immer mehr und immer besser.

00:10:39: Nach oben hin sind Weihnachtsmärkte offen.

00:10:42: Ich denke mal, das Thema kann man unendlich weiterspinnen, dass zu dem Thema es gibt keine hundertprozentige Sicherheit.

00:10:50: Ganz schwieriges Thema.

00:10:51: Die Jedenstadt ist ja einer der Mitgesellschafter der Weihnachtsmarkt GmbH, die den Weihnachtsmarkt ja auch ausrichtet, auch in diesem Jahr.

00:10:59: Was glauben Sie, was wird das für eine Resonanz geben und welchen Markt werden wir erleben, in den Jahr-Zwischen?

00:11:06: Ich glaube an die Magdeburger, dass sie sich ihren Weihnachtsmarkt nicht nehmen lassen.

00:11:12: dass es hier auch zu einem Teil ein jetzt erst recht geben wird.

00:11:18: Es wird aber insbesondere, da es das erste Jahr ist, nach diesem furchtbaren Anschlag ein anderer Weihnachtsmarkt sein.

00:11:25: Es wird immer zwei Herzen in einer Brust schlagen, eine, dass eine Herzer sagt, ich möchte jetzt hier feiern, ich möchte zeigen, dass wir eine freiwillige Gesellschaft sind und unsere Tradition auflegen.

00:11:38: Der andere Teil ist... Nicht nur die Personen, die gestorben sind, zu gedenken, sondern die Personen, die auch heute immer noch darunter leiden.

00:11:48: Teilweise schwerst die Familien, die darunter leiden und das beides im Endeffekt auszuwiegen, also in der Waage zu halten.

00:11:57: Und ich glaube, das ist das Motto, das über diesen Weihnachtsmarkt schwebt.

00:12:01: Wir haben ja die Händler reagiert, die im vergangenen Jahr quasi auch an den Gassen standen und das zum Teil ja live miterlebt haben.

00:12:09: Haben die sich wieder entschieden, in diesem Jahr dabei zu sein?

00:12:11: Wie war so?

00:12:12: die Resonanz hoch bei der Frage, welche Beschicker man auswählt?

00:12:16: Welche Angebote es überhaupt gibt für die Beschickung des Weihnachtsmarktes?

00:12:20: Also größten Teils sind die, die letztes Jahr da sind, auch wieder dieses Jahr mit dabei, bis hin dazu, dass für mich zum Beispiel auch ein Aspekt der finanzielle Schaden war groß, wie wir es gerade schon gesagt hatten, nach dem zwanzigsten.

00:12:36: Aber auch hier war das Verständnis.

00:12:42: Und es war auch von allen, wie soll ich sagen, dass sie es nachvollziehen konnten, dass sie jetzt keinen Umsatz mehr machen können.

00:12:51: Und die Entscheidungen hinter den Kulissen waren jetzt so schnell, auf was die Umstellung angeht, dass wir im Endeffekt die Struktur des Weihnachtsmarktes an sich, dass der so weiterhin da sein wird, aber eben halt die örtlichen Platzierung werden anders sein als vorher.

00:13:07: Wie reagiert die Innenstadt?

00:13:08: Also wie geht man jetzt vielleicht auch werbemäßig vor?

00:13:11: Sowohl für den Weihnachtsmarkt als auch die Einkaufsstadt Magdeburg, die in besonderer Weise ja gerade Ende November bis Ende Dezember eine große Anziehungskraft entfaltet hat.

00:13:21: Also mit welcher Botschaft geht man jetzt vielleicht auch nach draußen?

00:13:24: Also wie man das verarbeitet?

00:13:27: Nicht nur gegenüber dem Magdeburg, sondern auch den, die man entweder aus Halle, aus Braunschweig, aus Patsdam, aus Stendal.

00:13:33: Bis ja regelmäßig nach Magdeburg zum Weihnachtsmarkt zum Einkaufen kam.

00:13:36: Wir haben gerade ein schönes Wort gesagt.

00:13:38: Einkaufsstadt Magdeburg.

00:13:40: Daraus machen wir jetzt Weihnachtsstadt.

00:13:42: Magdeburg in Zusammenarbeit mit der MMKT gibt es im Endeffekt einen Konzept.

00:13:48: Magdeburg nicht nur was den Weihnachtsmarkt auf dem alten Markt angeht zu vermarkten, sondern im Endeffekt als Weihnachtsstadt komplett.

00:13:59: Und diese Initiative unterstütze ich sehr und denke, dass das doch der richtige Weg ist.

00:14:03: Übergreifendes zu machen.

00:14:05: Der Weihnachtsmarkt, wie ich sage, ist ein großer Frequenzbringer, ein großer Umsatzbringer für die Händler.

00:14:14: Gehen wir davon aus, dass ein Großteil des Jahresumsatzes genau in diesem Bereich gefallen ist.

00:14:20: Wer setzt eigentlich einem Händler den Schaden für ausgefallene Tage, an denen er nicht öffnen konnte für den vergangenen Umsatz?

00:14:26: Wie kann das kompensiert werden?

00:14:29: Also nach meinem Erkenntnisstand gibt es hier eine Initiative oder Bemühungen des Landes, hier im Endeffekt einen Weg zu finden, den schadenengangenen Umsatz direkt betroffener Händler zu ersetzen.

00:14:42: Hier im Detail bitte den jeweiligen Experten fragen.

00:14:45: Hier bin ich keine Verfahrensfragen, bin ich derjenige, der dort antworten kann.

00:14:49: Aber auch hier ist eben mal die Frage, wo hört es auf?

00:14:52: Ist es die Händler, die den Samstag dann im City Carré?

00:14:57: geschlossen haben, die sind keine direkt Betroffenen haben, aber auch im Endeffekt einen Schaden.

00:15:01: Wo zieht man die Linie?

00:15:03: Da möchte ich auch nicht derjenige welche sein, der das nun entscheidet, wer bekommt Geld und wer bekommt kein Geld.

00:15:09: Welche Prognosen für das Weihnachtsgeschäft in Magdeburg haben Sie denn in der IG in der Stadt?

00:15:14: Also wir denken, dass die Umsätze nicht auf dem Niveau von ... ja, doch ... ... von meiner Seite.

00:15:26: sondern wir unter dem Niveau von zwanzig vierundzwanzig sind, dass die Stimmung gut, aber eben halt gedämpfter sein wird.

00:15:35: Und dadurch, dass der Prozess jetzt im Endeffekt im Magdeburg auch beginnt und dadurch die Berichterstattung noch einmal wieder stärker wird, das Thema auch wieder noch mal präsenter sein wird in den Köpfen der handelnden Person.

00:15:48: Gibt es denn spezielle Aktionen oder Ideen, um eben diesen Umsatz rücklang ein Stück weit zu kompensieren?

00:15:56: Da ist die besondere Struktur der Innenstadt so, dass wir als IG Innenstadt jetzt aktuell nicht darauf gewartet haben, bis das Weihnachtsgeschäft im Endeffekt beginnt.

00:16:07: Ein Thema, was wir gemacht haben, um das wieder zu beleben, trage ich an meinem Rewehr.

00:16:11: Das ist eben halt die Kampagne Allerf Magdeburg.

00:16:14: Das sind die Herzen, die wir in der Innenstadt aufgestellt haben.

00:16:18: Das ist... Wir hatten ja noch ein weiteres Thema, das noch dazu kommt, was wir bisher aktuell nicht beleuchtet haben, soweit ich weiß, betrifft das auch in die schöne Stadthalle, dass wir viele Baustellen und Brücken hatten, die uns im Laufe des Jahres im Endeffekt erweckebröckelt sind und wir hier zusätzliche Kraftanstehung hatten, um die Frequenz in die Innenstadt zu bekommen, zu sagen, die Innenstadt ist auch weiter erreichbar.

00:16:44: Es gibt Wege zu uns zu kommen, auch wenn die Brücken aktuell nicht mehr da sind.

00:16:49: Wir uns jetzt auf die Kampagne konzentrieren Weihnachtsstadt Magdeburg, die zusammen mit der MMKT, da gibt es Initiativen.

00:16:57: Das ist aber, wie ich schon sagte, wir arbeiten partnerschaftlich zusammen mit den anderen Akteuren.

00:17:03: Das ist nicht unser Hauptaugenmärkt aktuell.

00:17:06: Hören Sie sich denn von der lokalen und Landespolitik ausreichend

00:17:10: gehört?

00:17:13: Ja.

00:17:15: Auch hier... Nachhinein zu sagen, man wünscht sich Dinge schneller oder anders, kann man immer sagen.

00:17:26: Die Kollegen unterstützen uns.

00:17:29: Wir sind im Austausch mit der lokalen Politik.

00:17:33: Auch hier gestern zum Beispiel auch wieder Kontakt mit Stadträten gehabt, die auch ein Interesse daran haben, unseren Blickwinkel zu hören und zu verstehen, wo unser Schuh drückt, damit die Stadträte wiederum im Gesamt.

00:17:46: Prozess der politischen Meinungsbildung oder auch Entscheidungsfindung im Endeffekt Entscheidungen zu treffen, was ich mir aus meiner Perspektive der Meinung bin, dass die Landesregierung eine bessere Figur hätte machen können, die elendige Diskussion darum, wer denn nun für Sicherheitskonzepte Zuständigkeit ist und nicht, das hätte man in der Kommunikation, glaube ich, besser machen können.

00:18:15: Das hat nicht geholfen und hilft auch bisher nicht.

00:18:18: die Unsicherheit, die da entsteht.

00:18:19: Wer ist jetzt eigentlich für die Terrorabwehr zuständig?

00:18:22: Hätte man jetzt nicht zum Beispiel um zu sagen, wir wollen mal tatsächlich ein Zeichen setzen und auch ein Anreiz setzen, für die Auswärtigen nach Magdeburg zu kommen.

00:18:31: Und zum Beispiel, wenn man sagt, in der Woche X könnte er in Magdeburg komplett kostenfrei parken, zum Beispiel, wäre das eine Maßnahme gewesen?

00:18:38: Das ist eine Maßnahme, die momentan gibt es ja eine Entscheidungsvorlage im Stadtrat, die dort besprochen wird, die im Finanzausschuss ist, worüber Licht wird.

00:18:47: das zukünftig zu machen.

00:18:48: Das kommt jetzt nicht nur aus dem Anschlag, sondern im Endeffekt aus der Komplettsituation.

00:18:55: Auch hier, wir wissen alle, wie die Stadtkasse aktuell aussieht.

00:19:01: Das müssen die jeweiligen Stadträte entscheiden, wie das Thema zu finanzieren ist.

00:19:05: Wir würden uns das wünschen, ja, aber es muss im Endeffekt auch Ausgleich der Interesse im Endeffekt stattfinden.

00:19:13: und die Frage, ist es dann tatsächlich kostenfreies Parken oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

00:19:17: Welche finden das sein?

00:19:20: Hier ist es für uns als IG Innenstadt vor allen Dingen wichtig, mittel bis langfristig, dass wir mehr Geld brauchen für Veranstaltungen und das kulturelle Belebung in der Innenstadt selbst.

00:19:33: Da tut aktuell die Landeshausstadt auch nicht genug.

00:19:37: Mir ist bewusst, dass das sehr viel Geld kostet, dass das jetzt nicht kurzfristig passiert.

00:19:41: Aber es muss mittelfristig passieren, da sind andere Städte besser aufgestellt.

00:19:47: Wir haben eben schon von der Gesamtsituation gesprochen, wenn wir mal die letzten Jahre zurückschauen Richtung Einzelhandels.

00:19:53: Wir hatten Corona, wir haben Ukrainekrieg, wir haben Inflation, wir haben den Onlinehandel, ganz ganz starke Konkurrenz natürlich.

00:20:04: Und jetzt kommt speziell für Magdeburg der Anschlag noch oben drauf.

00:20:08: Mal mit dem Blick in die nächsten ein, zwei, drei, vier, fünf Jahre.

00:20:13: Wo können Sie den Hoffnung machen und vielleicht auch ein bisschen Mut und Zuversicht verstreuen, was Magdeburg auch in der Innenstadt, in der Einkaufsstadt auch bleibt, also vielleicht auch über das Weihnachtsgeschäft hinaus, wo es ja durchaus brummt, aber sicher sind ja die anderen Monate da etwas zu erzeugen.

00:20:30: Wo kann man da Hoffnung machen?

00:20:32: Also gestern gab es eine Veranstaltungen, in der ich teilgenommen habe, wo es um eine weitere Kunstinstallation in der Innenstadt geht, auf was die Reichhaltige Geschichte der Landeshauptstadt Magdeburg angeht, wie aktiv da die Kollegen sind, um das erlebbar zu machen und den Magdeburgern auch zu zeigen, wie stolz man auf diese Landeshauptstadt sein kann und wer eigentlich aus der Geschichte heraus quasi fast schon Relevanz für ganz Europa aus dieser Landeshauptstadt kam und was diese Stadt bereits alles bewegt hat, dass man das als Fundament am Endeffekt zu gießen.

00:21:06: Ich selbst habe mich dazu entschieden, privat in dieser Stadt zu bleiben, ganz bewusst, weil ich an diese Stadt glaube und ich sehe, wie schön sie ist, wie reichhaltig sie ist, nicht nur architektonisch und das meine ich jetzt nicht in voller Ironie, sondern es gibt sehr viel... zu erleben und zu entdecken.

00:21:27: Und es gilt, diese schönen Ecken, die die Landeshauptstadt hat, noch weiter herauszustellen und ansonsten unsere Hausaufgaben zu machen.

00:21:36: Es gibt natürlich Flecken wie den Bahnhofsvorplatz oder den Hasselbachplatz, wo Handlungsbedarf besteht.

00:21:42: Es gibt aber das Kaiser Otto Fest.

00:21:45: Es gibt das Spring Festival.

00:21:47: Es gibt so viele reichhaltige Angebote in der Landeshauptstadt.

00:21:52: Wir haben ein Theater, das einen Preis gewonnen hat.

00:21:55: Es gibt also so vieles, worauf wir stolz sagen können und es gilt im Endeffekt, das zu bewahren und weiterzuentwickeln, dann bin ich sehr zuversichtlich.

00:22:05: Wie schafft man das, das an den Kunden heranzubringen?

00:22:07: Also, dass man ihn bewegt, weg vom Klick vielleicht hin zum Fahrrad oder zum Meinwegen-Auto oder der Straßenbahn zu sagen, ich gehe heute mal Eier shoppen in die Innenstadt und finde dann auch Flächgeschäfte, die alle gleichzeitig geöffnet haben, die breites Angebot haben.

00:22:22: Wie schafft man das denen?

00:22:23: sozusagen aus dem bequemen Sessel heraus, ihnen in den Innenstadt zu locken.

00:22:30: Wir dürfen nicht versuchen das Internet zu kopieren, da gibt es genügend die gescheitert sind, sondern es geht um die Beratung, das heißt die Personen, die in der Innenstadt die Verkäuferinnen und Verkäufer, dass die serviceorientiert sind, dass wir einfach und gut erreichbar sind, darum tun uns die Brücken im Endeffekt gerade weh, dass wir gleichberechtigte Verkehre haben, dass wir weiter mit dem ÖPNV gut erreichbar sind, dass wir zu Fahrrad noch besser erreichbar sind, als wir es momentan sind, dass wir Veranstaltungen haben und dass wir die nötigen finanziellen Mittel haben, um das Herz und den Motor der Landeshauptstadt im Endeffekt am Schlagen zu halten.

00:23:14: Was konkret muss denn die Händlerschaft vielleicht noch aus anderen Städten lernen, wo die Innenstadt besser funktioniert?

00:23:21: In anderen Städten, ich hatte es hier auch bereits mehrfach gesagt, es ist so, dass prozentual vom Stadtsäckel ausgesehen mehr Gelder für kulturelle Angebote, Events und Ausstattung der Innenstadt im Endeffekt gezahlt wird.

00:23:36: Das macht solche Städte schlagkräftiger, dass man schneller auf Situationen wie zum Beispiel eine Brückensperrung reagieren kann.

00:23:44: Das ist aktuell nicht der Fall.

00:23:46: Da müssen wir daran arbeiten und dass wir uns alle daran arbeiten, ich zum Beispiel sehr stark und setze mich dafür ein, dass die Kommunikation der einzelnen, handelnden Personen untereinander besser wird.

00:23:59: Der hat gerade angesprochen, in allem schlechten und schwierigen steckt ja manchmal auch was Gutes.

00:24:07: Spüren Sie denn vielleicht auch eine besondere Kraft unter Einzelhändlern, Anbieter einer Innenstadt oder der erweiterten Innenstadt zu sagen, okay, Wir haben alle das selbe Ziel, alle die weitgehend selben Problemen.

00:24:17: Wir arbeiten jetzt noch enger zusammen als früher.

00:24:20: Ist da vielleicht eine Aufbruchsstimmung zu bemerken?

00:24:27: Aufbruchsstimmung ist mir aktuell, das wäre mir jetzt zu viel, aber es ist... Und das merke ich den Hintergrundgesprächen, wie es immer so schön heißt, die man führt.

00:24:37: Sehr wohl, dass die Erkenntnis da ist, insbesondere in den letzten zwölf Monaten gereift ist, dass man übergreifender zusammenarbeiten muss, nicht jeder über seinem persönlichen Kochtopf steht und da drin rumrührt und guckt, dass er sein Süppchen im besonders schmackhaft kriegt, sondern dass wir einen größeren Aufschlag wagen.

00:24:55: Und dazu lade ich von meiner Seite aus auch ein, das zu machen, dass man sich... auch mit Akteuren an einen Tisch setzt, die man vielleicht zuerst nicht so direkt auf den Schirm hatten.

00:25:05: Und uns gelingt das zum Beispiel mit der MMKT exzellent.

00:25:12: Da gibt es so viel Synergien, die wir heben können und gemeinsame Ideen, die wir auch in einer Arm von Brainstormings entwickeln, dass man sagt, da kann man schon von Aufbruchschuldigung sprechen.

00:25:21: Es wäre aber unwahr, wenn ich sagen würde, dass nicht noch ein langer Weg ist, den wir gehen müssen.

00:25:27: Für alle nicht, Magdeburg, wofür steht MMKT?

00:25:32: Magdeburg Marketing und Tourismusgesellschaft.

00:25:34: Okay.

00:25:36: Dann letzte Frage an Sie.

00:25:38: Wären Sie denn den Weihnachtsmarkt in Magdeburg in diesem Jahr wieder besucht?

00:25:41: Ich werde alle Weihnachtsmärkte in Magdeburg besuchen.

00:25:44: Es gibt ja nicht nur ein Weihnachtsmarkt, sondern es gibt verschiedenste, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben.

00:25:50: Und jeder hat seine inhaltlichen Schwerpunkte und seine Köstlichkeiten, die er offerieren kann.

00:25:55: Und das gehört als Vorsitzender IG Innenstadt dann zu, dass man alle besucht und nicht all.

00:26:01: Vielen Dank an Sie.

00:26:04: Uns bleibt jetzt zu sagen, wenn Ihr uns nicht weiter verpassen wollt, die Folgen, dann abonniert uns gerne beim Podcast Anbieter Eures Vertrauens.

00:26:12: Das Video zum Podcast, das gibt auf den Homepage von der Mitteldeutschen Zeitung und der Volksschimme.

00:26:19: Und ansonsten sagen tschüss bis zum nächsten Mal.

00:26:21: Stefan B. Westfahl und Rainer Schweinkel.

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